2020 veröffentlichte Ólafur Arnalds das grandiose Album Some Kind Of Peace, mit dem er derzeit auf Tour ist.

Er lieferte damit den perfekten Soundtrack für alle daheim Gebliebenen und Isolierten, wie eine musikalische tröstende Lieblingsdecke, für das er gleich zweifach für den Grammy nominiert wurde. Und weil Arnalds gerne mit anderen Menschen zusammenarbeitet und auch andere Menschen gerne mit ihm, veröffentlicht er nun das Album erneut – jeder Song interpretiert von jemand anderem. Die Abfolge bleibt dieselbe, nur finden sich diesmal Reworks der Songs von Eydís Evensen, Hania Rani, Dustin O’Halloran, Sophie Hutchings, Lambert oder JFDR auf dem Album. Man könnte auch sagen: von einigen aufstrebenden Künstler:innen der piano-orientierten modernen Neoklassik Szene. Arnalds sagt über die Idee des Albums:

Throughout my career, collaboration has been a cornerstone of my musical existence. But on the contrary, the very start of my creative process is always a solitary practice. For weeks, I’ll shut myself away, working on new ideas – only opening the studio doors to a few trusted friends. This was very much the case with ‘some kind of peace’, written and recorded (partly) under very strange circumstances in early 2020. Not being able to play live shows following the release, I looked for new ways of collaboration. I’ve always maintained the notion that a song is never finished. A piece of music can take on any form, evolve and breathe with whomever is playing it. When the idea of a reworks album came up, I thought of it as a chance to get some of my favourite people together on an album and challenge them to experiment, pull apart and rearrange my music. I gave them absolutely no direction. I wanted them to feel free to take the songs anywhere that felt right to them. The only requirement was that it had to be mostly, if not all, piano.The outcome is a beautiful album of expansive diversity. I’m deeply moved by the evident love that all these wonderful musicians put into the music that means so much to me. And once again, this process has proved to me that a recording is just a snapshot of what the song was at that particular time. The heart of a song lives in the performer.

Und diese so entstandenen Reworks sind fast ausnahmslos fantastisch.

Einziger Ausfall: Zero von Alfa Mist, der es einfach nicht schafft, den Spirit des Songs zu erfassen. Zudem wäre die Drums bei Lambert nicht nötig gewesen. Ansonsten: ein großartiges Album, das es ermöglicht, die Songs in ganz neuen Interpretationen zu erleben. Gleichzeitig zeigt es den Status von Arnalds, der die Interpreten handverlesen hat und diesen so eine ausgezeichnete Bühne gibt, um der mittlerweile beträchtlichen Fanbase von Arnalds bekannt zu werden (sofern sie es noch nicht waren). Muss man unbedingt hören, wenn man das Album mag.

Als kleines Schmankerl dürfen wir Euch zudem noch ein bisher unveröffentlichtes Video mit Ólafur Arnalds präsentieren, in dem er über das Klavier spricht, das für die Aufnahmen von Some Kind Of Peace genutzt wurde.

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