KRITIK: The Pill – Hollywood Smile

KRITIK: The Pill – Hollywood Smile

Schlagzeuger Sascha, Bassist Jan, und die Gitarristen Philipp und Tobias von The Pill haben bereits die Höhen und Tiefen der Musikszene von Frankfurt in den 90er und 00er Jahren erlebt.

Doch das Kapitel des Musizierens hat sich für sie niemals so richtig geschlossen. Die Freunde hielten Kontakt und die kreative Lunte am Glimmen. Es brauchte aber erst Sängerin Sam, welche sich als Punkrock-Muse für die vier Jungs entpuppte, um das Feuer dieser Band wieder zu entfachen. Vereint haben sich die fünf Musiker über eine Musikplattform Dank des schlichten Hashtags: #blackflag. Und genauso klingen The Pill auf ihrem Debüt. 

Mit Hollywood Smile zeigen The Pill, dass sie bereit sind, die Welt zu erobern. Es ist ein Album, das wie ein Weckruf für diejenigen klingt, die das Feuer der Jugendlichkeit in sich tragen und nie aufgehört haben, nach Begehren und Leidenschaft zu streben. Eine Platte wie ein Blitzschlag. Zehn Songs in zwanzig Minuten, die die Essenz von Hardcore und Punk in die Gegenwart übertragen. 

Als Opener fungiert das genial brachiale Switch. Und bei all seinem Tempo und schrammelnden Gitarrenwänden, klingt der Gesang von Punkrockfee Sam absolut clear. Die übrigen Bandmitglieder treten dabei auch brav in die zweite Reihe und lassen Sam sich völlig austoben. Schlagzeug und Bass sind dabei stets auf den Punkt und die Gitarrenmelodien treten durchweg aufs Gaspedal. Ebenfalls hörbar beim Titeltrack Hollywood Smile oder What’s New

Obwohl die einzelnen Songs drohen in ihrer Punk-Konformität unterzugehen, gibt es dann immer wieder Momente, die herausstechen. So z.B. der geniale Einstieg in den Track Worms, welchen auch The Hirsch Effekt nicht vertrackter hätten lösen können. Nur nicht in dem Tempo von The Pill, denn die lassen sich keine zwei Minuten Zeit für die Nummer. Und wer es gerne noch etwas schneller mag, der wird mit dem knappen Ein-Minüter Government Whore bedient. 

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Am eingängigsten ist den Hessen dann wohl die längste und in meinen Ohren auch stärkste Nummer des Albums gelungen. Somewhere vereint Tempo, Melodie und eine exzellente Gesangsleistung. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch die zweite Single-VÖ von Hollywood Smile, nämlich Salaryman

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Die Kombination aus Hardcore-Punk-Wurzeln und der kraftvollen Präsenz ihrer Frontfrau lässt The Pill aus dem Wust an derzeitigen Veröffentlichungen herausstechen. Die nächste Reise durch die hessische Musikszene dürfte damit gebucht sein und sie verspricht äußerst erfolgreich zu verlaufen. 

Der Song für die Playlist/das Mixtape: Somewhere 

Bewertung: 4 von 5.

Anlässlich der Veröffentlichung ihres Debüts, lädt die Band am 5. April zum „Too Pretty For Punk“ Festival in den Frankfurter Zoom Club ein. Mit dabei sind Künstler:innen aus unterschiedlichen Genres, deren gemeinsame Schnittmenge sich auf das Wesentliche reduziert: ATTITUDE. Ein Mini-Festival so wie es heute sein sollte. Alle dürfen mit, keiner muss draußen bleiben. Mit Haltung und Bock auf Abriss. Zeitgeist in schweren Zeiten.

DIY ist bei The Pill kein Mittel zum Zweck, sondern früh erlernter Arbeitsethos. Alles entsteht im bandeigenen Kosmos. Die Idee zum Festival, alle Designs und Grafiken, Texte, Booking und Umsetzung sind The Pill. Es ist ihr Abend und ihr Festival.

Im Mai geht es dann auf Clubtour durch Deutschland:

THE PILL live (präsentiert von Visions, Ox, Diffus):

  • 05.04. Frankfurt, Zoom (Releaseparty)
  • 14.05. Köln, Sonic Ballroom
  • 17.05. Kaiserslautern, Kammgarn
  • 21.05. Berlin, Cassiopeia
  • 22.05. Hamburg, Molotow Skybar
  • 23.05. Münster, Skaters Palace Café
  • 24.05. Hannover, Bei Chez Heinz

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Von Veröffentlicht am: 05.04.2024Zuletzt bearbeitet: 05.04.2024591 WörterLesedauer 3 MinAnsichten: 199Kategorien: Alben, Events, Hardcore-Punk, Kritiken, Punk, Reviews, VideosSchlagwörter: 0 Kommentare on KRITIK: The Pill – Hollywood Smile
Von |Veröffentlicht am: 05.04.2024|Zuletzt bearbeitet: 05.04.2024|591 Wörter|Lesedauer 3 Min|Ansichten: 199|Kategorien: Alben, Events, Hardcore-Punk, Kritiken, Punk, Reviews, Videos|Schlagwörter: |0 Kommentare on KRITIK: The Pill – Hollywood Smile|

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Über den Autor: Marc Erdbrügger

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