Habt ihr schon Mal darüber nachgedacht, dass auch Gegenstände bzw. Dinge die patriarchale Machtstruktur offenbaren? Vielleicht ja, vielleicht aber auch nein.

Rebekka Endler beschreibt in ihrem Buch Das Patriarchat der Dinge (Erschienen im DuMont Verlag) wie die Normalität, die geschichtlich gesehen von männlichen Personen festgelegt wurde, diskriminiert und festlegt, was für wen ausgelegt wurde. Männlich geprägtes Design gestaltet unsere Umwelt. Ein Design das von Männern für Männer konzipiert ist. Rebekka Endler geht diesem Machtverhältnis auf die Spur, gibt Beispiele und beschreibt gegendertes und nicht gegendertes Design. Sie fragt warum Küchengeräte häufig eine leichte Bedienung haben und wozu es eine farblich angepasste Bohrmaschine für Frauen geben muss.

Das Patriarchat der Dinge ist ein gut lesbares Buch, das Beispiele und Kritikpunkte gut belegt und zeigt, dass die Gesellschaft noch viel zu tun hat, wenn sich alle Menschen gleichermaßen wohlfühlen und wertgeschätzt fühlen sollen. Rebekka Endler schafft es außerdem uns als Leser:innen hier und da zu überraschen und an einen Punkt zu bringen, wo wir denken, „wow, da hab ich noch nie drüber nachgedacht“. Der Mann ist nicht das Maß aller Dinge und somit ist das Buch auch ein Aufruf, dass das Designen unserer Umwelt mehr Diversität benötigt.

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