„Luminous Galaxies“ heißt das neue Album der Bielefelder Band Gloom Sleeper, dass trotz aller Melancholie oder genau deshalb einige Augen zum Erleuchten bringen wird.

LP kaufen iTunes Vö: 18.05.2018 Per Koro Records

Eine stetige Weiterentwicklung bei Bands ist nicht zwingend etwas notwendiges und auch nicht unbedingt üblich. Bei Gloom Sleeper macht es aber irgendwie Sinn und auf „Luminous Galaxies“ macht es den Anschein, als würden sie genau den Sound spielen, auf den sie seit ihrer letzten Platte 2016 hingearbeitet haben.

Texte wie Gedichte, die zu gut sind, um sie mit anderen Worten zusammenzufassen oder zu beschreiben. Es geht um das Leben, um die Liebe, um Zweifel, um Ängste, um alles was den einzelnen Menschen täglich so umtreibt und wahnsinnig macht. Alles verpackt in wundervoll klingende Zeilen, die man für sich stehen lassen und einrahmen könnte, vorgetragen von einem Sänger, der die Hoffnung in seiner Stimme verloren zu haben scheint und vor lauter Verzweiflung nach Vergebung sucht.

Der minimalistisch präsentierte Sound, gepaart mit dem gerade erwähnten Gesang, wirkt beim ersten Hören fast ein wenig Monoton und so wirkliche Highlights lassen sich dabei auch nicht herausfiltern. Startet man aber eine zweite, dritte oder sogar vierte Runde und achtet dabei auf die unterschiedlichen Elemente, wird schnell klar, dass das gesamte Album ein Kunstwerk in sich ist.

Stimmig, fließende Übergänge, aufeinander abgestimmte Melodien, glatter, aufs wesentliche reduzierter Sound mit Orgel und Synthesizer Klängen.

Gloom Sleeper haben sich mit „Luminous Galaxies“ einen eigenen Kosmos erschaffen, an dem Joy Divison sicherlich ihren Spaß gehabt hätte.

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