Das war schon eine Überraschung als die kanadischen Cancer Bats ohne Vorankündigung am 20. April das neue Album „The Spark That Moves“ präsentierten. Wir berichteten.

LP kaufen iTunes Vö: 20.04.2018 Bat Skull

Eine Mischung aus Hardcore, Metal und viel mehr, wütend, angepisst, straight auf die Fresse zugleich ist „The Spark That Moves“ und damit weiß die Band aus Toronto sowohl Headbanger als auch Hardcore-Kids zu begeistern.

Der Opener „Gatekeeper“ hat schon so viel Wucht „Deep hooks inside my back. Ignite the fire.“ und zudem einen Chorus, der zum Mitsingen einlädt. Weiter geht es mit klassischem Hardcore-Sound in „Brightest Days“, der einem keine Sekunde Verschnaufpause gönnt. Tempowechsel und wieder auf der Überholspur „Our brightest day are yet to come. Heads held high.“ „Space And Time“ ist dem Metal verfallen und stößt die Tür für alle Fans des exzentrischen Headbangens ganz weit auf. Das Lied ist eine Kritik an dem menschlichen Leben und weist auf den destruktiven Umgang des Menschen mit der Erde hin. „Leave behind the kind.“

Das ebenfalls angepisste „Bed Of Nails“ lebt von der von Liam Cormier kratzig geshouteten Textzeile „Before I die I’ll live forever.“ Und so geht es weiter, Hardcore-Part folgt auf Metal-Part und umgekehrt und von vorne. Sänger Liam Cormier spielt mit seiner Stimme und passt sich dem jeweiligen Sound an. Starke Riffs, ein scheppernder Bass und ein mal mehr mal weniger treibendes Schlagzeug. Irgendwie stagniert das Album ab einem gewissen Punkt und bringt keine weiteren Überraschungen mit sich. Mit dem schleppenden „Winterpeg“, dass übrigens ein Kosename für die kanadische Stadt Winnipeg ist, läuft der neue Longplayer langsam aus und endet mit „No surrender we live on.“.

Insgesamt wissen die Musiker von Cancer Bats was sie auf „The Spark That Moves“ machen und sie verstehen definitiv etwas von ihrem Handwerk. Doch wie bereits oben erwähnt läuft mir zu viel nach dem Schema F ab und es gibt nur wenige Momente, die mich wirklich voll und ganz mitreißen, abgesehen von „Brightest Days“ und „Gatekeeper“.

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