Manchmal ist es schwer über das Album einer Band zu schreiben, wenn einen mit der Band mehr verbindet als nur der vorliegende Tonträger. So geht es mir zum Beispiel bei Spring Offensive, die ich Ende 2012 während ihrer Tour in Münster bereits live erleben konnte.

Spontan spielten sie dort auf Grund des gesundheitlich angeschlagenen Sängers und der Begebenheiten des Venues – dem gemütlichen, mit alten Sesseln & Sofas ausgestatteten Café Pension Schmidt in der Altstadt – ein halbakustisches Konzert. Gerade durch die Wechsel zwischen lauten und leisen Passagen und dem mitreißenden mehrstimmigen Gesang ist das Konzert und die Band wohl doppelt im Kopf geblieben.

Jetzt haben die jungen Briten aus Oxford, die bisher eher durch ihre cleveren Musikvideos sowie mehrere ausgedehnte Deutschlandtourneen bekannt waren, mit finanzieller Unterstützung ihrer Fans über die Crowdfunding-Plattform Pledgemusik ihr erstes Album namens “Young Animal Hearts” veröffentlicht.

Auf dem 11 Songs umfassenden Erstling treffen klar flirrende E-Gitarren auf pochende Beats und den ausdrucksstarken, mehrstimmigen Gesang, das er gibt eine Mischung, die optimal wäre um im schweren Ledersessel vor dem Kaminfeuer abwechselnd zu träumen und zu tanzen.

“Young Animal Hearts” ist das Ergebnis aus acht Jahren Bandgeschichte und somit gleichzeitig Debutalbum und eine Art Best-Of-Album, da leider die Hälfte der Songs schon vorher auf einer der zahlreichen Singles und EPs, die auf Tour verkauft wurden, veröffentlicht wurden. Doch auch für die neuen Songs lohnt sich der Kauf und vor allem auch der Konzertbesuch.

01. Not Drawning But Waving
02. Bodylifting
03. Hengeld
04. Cut The Root
05. The River
06. Carrier
07. Speak
08. No Assets
09. Something Unkind
10. 52 Miles
11. Young Animal Hearts