Iroha ist die Abkürzung für Iroha-uta. Es ist ein japanisches Gedicht, das alle Zeichen  der japanischen Schrift genau einmal verwendet. Grau. Hellgrau. Dunkelgrau. So könnte man die Abstufung oder Tonpalette des Trio´s aus Birmingham definieren.

Andy Swan (Final), Diarmuid Dalton (Jesu) und Dominic Crane (Low at Thrill) kennen Vielseitigkeit mit Absicht nicht oder inzenieren den Weltuntergang in einem Dauerton von Einseitigkeit. Unbegreiflich wie Gesang ohne irgendeine Nuance funktioniert. Das Album schleppt sich durch Drone-Rock Songs mit Abwesenheit von Dramatik. Subtil verpackte Melodien verstecken sich in den Shoegaze Momenten. Durch die nicht gerade umwerfende Produktion ist das Werk noch nicht mal athmosphärisch geraten. Einzig „Eternal“ mit seinem melancholischen Refrain hat Wiedererkennungswert. Das Titelstück am Ende klingt mit seinem Elektro-Spinett und dem ätherischen Frauengesang wie barocker Drone-Gothic Rock. Es gibt „Iroha“ dann doch noch die Relevanz, die das ganze  Album vermissen lässt. CD 2 mit denselben Tracks als Remix zerrt die Songs in kein neues Licht und macht diesen Bonus vollkommen Überflüssig. Der Dichter Erich Fried bringt es auf den Punkt: Das einer einseitig ist, das ist eigentlich immer das entscheidende Argument gegen jedes Wort das er sagt!

 

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