KRITIK: BRUIT≤ – Apologie Du Temps Perdu Vol. 1

KRITIK: BRUIT≤ – Apologie Du Temps Perdu Vol. 1

BRUIT≤ melden sich überraschend mit einer EP zurück und zeigen erneut, dass sie die wohl mit Abstand spannendste Band im Pelagic-Rooster sind.

Vor knapp zwei Wochen gab es bei Pelagic ein „Mystery“ Pre-Order. Eine Platte in vier Variationen deren Titel man nicht kannte. Tja, hätte ich da mal zugeschlagen, denn es handelte sich um das völlig überraschende Release von einer neuen EP von BRUIT≤, der französischen Post-Avantgarde-Ambient-Neoklassik-Metal-Band, die sich konsequent dem etablierten Marketingdruck durch Spotify widersetzt und vieles anders macht als andere.

Das Album The Machine Is Burning And Now Everyone Knows It Could Happen Again war lange nur auf Bandcamp verfügbar und ist in meinen Augen eins der aufregendsten Post-Rock-Alben der letzten 20 Jahre – bis jetzt noch immer nicht auf Spotify verfügbar und dennoch wurden dank der Pelagic-Plattform schon knapp 3000 Platten verkauft. Die EP ist nun wieder ganz anderes im Sound.

Der Metal-Aspekt, auch wenn sowieso nur sehr am Rande vorhanden, kommt auf Apologie Du Temps Perdu gar nicht zum Tragen. Vielmehr gibt es hier drei sehr unterschiedliche Ambient-Neoklassik-Meditationen, auf denen BRUIT≤ unterschiedliche Techniken und Herangehensweisen vermischen, von Aufnahmen auf Taperecordern bis zu programmierten Beats ist alles dabei, mal etwas meditativer, mal etwas ambientlastiger, mal sehr minimal und alles sehr gut auch als Soundtrack denkbar. Streicher (BRUIT≤ haben einen Cellisten) sind hier ganz wichtig und erst sehr spät kommt mal ein Part mit Gitarre und Drumset ins Spiel, was sich aber ausgezeichnet in den Kontext der EP einfügt.

BRUIT≤ sind keine typische Pelagic-Band, sondern gehen ihren ganz eigenen Weg. Sowohl im Marketing als auch in der Musik. BRUIT≤ produzieren Musik auf sehr sehr hohem Niveau und setzen neue Maßstäbe beim Songwriting und bei der Herangehensweise an zeitgenössische Musik. Ich find diese EP verdammt grossartig.

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Von Veröffentlicht am: 31.01.2023Zuletzt bearbeitet: 31.01.2023303 WörterLesedauer 1,5 MinAnsichten: 908Kategorien: Kritiken, PiNchenSchlagwörter: , 0 Kommentare on KRITIK: BRUIT≤ – Apologie Du Temps Perdu Vol. 1
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Über den Autor: Arne Krause

Mein Fokus bei PiN liegt auf Neoklassik, Ambient, Progressive Rock, Post Rock und Electro. Und allem dazwischen (außer Indie).

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