Ruhrpott Hardcore. Eigentlich gar nicht meine Farbe, aber erstaunlicherweise gefällts mir! Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass wenn ich an diese Art Hardcore gedacht habe, ich an eine Auf-die-Fresse-Attitüde und an Posergetue, bzw. zuviel Testosteron dachte, aber nicht unbedingt an ernst zu nehmende Musik. Ich wurde definitiv eines besseren belehrt! Denn trotz solcher Attitüden, die man aufgrund solcher Ergebnisse gerne entschuldigt, hat diese Musik einiges zu bieten!

Rivals fingen im Jahr 2005 als Brothers in Crime an, machten eine einjährige Schaffenspause bis 2012, haben aufgrund gesundheitlicher Probleme einen Sängerwechsel hinter sich und Proben seither in der jetzigen Konstellation. Also viel Trubel in den letzten Jahren, aber ihre Debut EP kann sich sehen lassen und meine Freude auf das Album ist groß!

Was ausschlaggebend für die gesamte Szene und ihre Crews ist, ist der große Zusammenhalt und der gegenseitige Support, ob es jetzt um Freundschaften oder die Musik geht, ist völlig unerheblich und das beeindruckt mich sehr.

Broken, der erste Song der EP, ist komplett instrumental gehalten und gibt daher einen guten Einblick in das musikalische Können der Jungs. Sowohl die Gitarrenriffs, als auch das Drumming sind absolut stimmig. Auch wenn es einem wie die Ruhe vor dem Sturm vorkommt, aufgrund der Tatsache, dass es der Ruhigste der vier Songs ist, finde ich ihn als Intro gut gewählt!

Die drei anderen Songs sind mit englischen Shouts von Sänger Andre und auch wenn man keine großen lyrischen Ergüsse erwarten darf, bringen sie dennoch gut rüber, was die Jungs ausdrücken wollen. „Brotherhood for life!“ ist die Devise und zieht sich wie ein roter Faden durch die EP.

Ihre Songs und deren Qualität, zeichnen sich für mich durch ihre Energie und Stärke aus. Zum einen sind es die gut gesetzten Breaks und die harten Riffs, aber in gleichem Maße begeisterte mich das Drumming. Es ist in diesem Genre nicht einfach, keine Eintönigkeit aufkommen zu lassen und das haben Rivals für sich optimal gelöst.

Es wird Spaß machen, sie sich live anzusehen und ihre Bühnenqualitäten unter die Lupe zu nehmen!

1. Broken
2. Dirty Ruthless Mob
3. Family Business
4. Call one Wolf

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