KRITIK: Porcelain id – Bibi:1

KRITIK: Porcelain id – Bibi:1

Das Warten hat ein Ende. Bereits die beiden Live-Debüt-Performance Auftritte zu Beginn des Jahres haben angedeutet, dass 2024 bei Porcelain id mehr passieren könnte. Und siehe da, den nächsten Karrierestep markiert das soeben erschienene Debüt-Album Bibi:1

Porcelain id, alias Hubert Tuyishime, liefert mi Bibi:1 ein sensationelles Debüt ab. Das Album vermischt klassischen Pop mit elektronischen Elementen und befasst sich thematisch mit dem urbanen Überleben inmitten von Rush Hour und städtischer Hektik.

Die Inspiration stammt aus der eigenen Biografie, denn Tuyishime ist selbst aus der belgischen Provinz nach Antwerpen gezogen. Geboren in Kigali, Ruanda, hat Porcelain id eine bewegende Lebensgeschichte, die sich auch in seiner Musik widerspiegelt. Von den Anfängen als Folk-Singer bis hin zur Entwicklung eines einzigartigen, experimentierfreudigen Sounds, ist Bibi:1 das Produkt einer intensiven kreativen Zusammenarbeit. Mit Hand an den Sound gelegt wurde auch von Produzent und Musiker Youniss Ahamad, der dafür gesorgt hat, dass sich Tradition und Moderne auf diesem Werk die Waage halten. Geradezu meisterhaft überführt er den eher im Lo-Fi/Folk Kosmos angesiedelten Sound von Tuyishime in ein experimentierfreudiges Songkorsett, welches jedoch niemals überfrachtet wirkt.  

Wie vielschichtig Porcelain id auf Bibi:1 klingt, wird bereits in den ersten Tracks des Albums deutlich. Der Opener Habibi (r u alone?) rückt elektronische Klänge ebenso in den Fokus wie die Duett-Partnerin Emma Hessels, welche ebenfalls zu den aufstrebenden Künstlerinnen aus der belgischen Hafenstadt zählt. Und die Klangfarbe in der Stimme Tuyishimes, erinnert gar an Nick Cave – das ist ja nicht die schlechteste Referenz.  

Mit Low Poly und You are the heaven setzt man weitere Fixpunkte des Albums, bevor man das bereits als Vorabsingle ausgekoppelte Adam Coming Home platziert. Im Vergleich zur Radio-Edit, wirkt die Nummer hier deutlich getragener und bekommt noch eine extra Ladung Streicher in der zweiten Songhälfte spendiert. 

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 Wie groß und breitgefächert die musikalische Spannweite von Porcelain id tatsächlich ist, beweist auch Single Moon, welche fast einer Achterbahnfahrt durch verschiedene musikalische Genres gleicht: 

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Ebenso wie der Sound, befassen sich auch die Themen der einzelnen Songs mit Gegensätzen. So handelt zum Beispiel Man Down von be- und ertrunkenen Studierenden in Antwerpen, welche jährlich bei feuchtfröhlichen Nachtspaziergängen in der Schelde ihr tragisches Ende finden: 

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Insgesamt gelingt Porcelain id mit Bibi:1 ein eindrucksvolles Debüt, welches genreübergreifend angelegt wurde und den Hörer:innen somit auf eine kreative Reise einlädt. Spannend und lohnenswert. 

Der Song für die Playlist/das Mixtape: Habibi (r u alone?) 

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Von Veröffentlicht am: 25.02.2024Zuletzt bearbeitet: 25.02.2024448 WörterLesedauer 2,2 MinAnsichten: 329Kategorien: Alben, KritikenSchlagwörter: , , 0 Kommentare on KRITIK: Porcelain id – Bibi:1
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Über den Autor: Marc Erdbrügger

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