KRITIK: Fettes Brot – Hitstory

KRITIK: Fettes Brot – Hitstory

Fettes Brot streichen nach über 30 Jahren Bandgeschichte mit einem letzten großen Knall die Segel.

Über 20 Jahre ist es nun schon her, dass ich mit 15/16 die Clubs meiner Gegend entdeckte. Als ich in meiner örtlichen Disco die ersten Mädchen kennen lernte und neben dem amerikanischen auch den deutschen HipHop lieben lernte, lief in meinem Walkman Tag ein Tag aus alles was ich an Rap in die Finger bekam. Wir erstellten Mixtapes mit Songs der Beginner, von Dynamite Deluxe bis hin zu Savas, Torch und Eins Zwo.

Irgendwann begegneten mir dann, an einem Samstagabend in der Factory, die ersten Songs der Brote, die gerade im Jahr 2001 einen ihrer größten Hits veröffentlichen. Schwule Mädchen war der Song, der sämtliche Kids meiner Generation auf den Dancefloor brachte. Später auf einem Flohmarkt entdeckte ich Auf einem Auge blöd und verliebte mich sofort in die Platte. Mit einem Kumpel tauschte ich dann nach und nach weitere Tapes und jedes Mal fragten wir uns, ist das Rap, ist das HipHop? Was genau machen die Jungs eigentlich? Und genau das imponierte uns an dieser Stelle. Während sich unsere Geschmäcker veränderten und sich weitere Genres zum Rap gesellten, begleiteten mich Fettes Brot wie gute Freunde über die Jahre bei allem was ich tat. Zwar nie so vordergründig wie meine große Liebe zu den Beastie Boys, doch immer wie eine geheime Affäre, die ich im Sommercamp kennen lernte.

Diese Liaison brannte sich in mein Herz und immer wenn man dachte, sie ist zu Ende und die Liebe erloschen, kam, wie aus dem Nichts, der nächste Track um die Ecke.

Lauf durch die Straßen der Städte und frag die Leute, ob sie jemals was von Songs wie Jein, Nordisch by Nature, Da draußen, Schwule Mädchen oder Bettina, zieh dir bitte etwas an gehört haben. Die wenigstens werden verneinen, während die Meisten nach dieser Frage, mit einem wiederentdeckten Ohrwurm durch die Straßen weiterziehen.

Doch wie alles im Leben muss auch die schönste Liaison mal enden und so streichen Fettes Brot nach über 30 Jahren Bandgeschichte mit einem letzten großen Knall die Segel. Passend zu ihrem Letzten und ersten Best-Of-Album namens Hitstory verabschieden sich Doktor Renz, König Boris und Björn Beton mit einer ausgedehnten Tour und ihrem eigenen Festival Brotstock von der Bildfläche. Wie sie schon im Song Wir können auch anders betonten:

Kreativität entsteht durch Bewegung, Zerlegung alter Regeln, durch neue Überlegung.

Bleibt nur zu sagen: In Hamburg sagt man Tschüss.

Hier die bestätigten Termine:

  • 05.04.2023 – ROSTOCK, Stadthalle
  • 06.04.2023 – DORTMUND, Westfalenhalle
  • 08.04.2023 – BREMEN, ÖVB Arena (verlegt aus Halle 7)
  • 09.04.2023 – FRANKFURT, Festhalle (verlegt aus OFFENBACH)
  • 10.04.2023 – LEIPZIG, Haus Auensee
  • 14.04.2023 – ERLANGEN, Heinrich-Lades-Halle
  • 15.04.2023 – BIELEFELD, Seidensticker Halle
  • 27.04.2023 – KÖLN, Lanxess Arena
  • 28.04.2023 – BERLIN, Max-Schmeling-Halle
  • 30.04.2023 – MÜNCHEN, Zenith München
  • 01.05.2023 – MÜNCHEN, Zenith München
  • 02.05.2023 – STUTTGART, Porsche-Arena
  • 04.05.2023 – HANNOVER, ZAG Arena (verlegt aus der Swiss Life Hall)
  • 05.05.2023 – MÜNSTER, Halle Münsterland
  • 06.05.2023 – KIEL, Wunderino Halle
  • 01.09.2023 – HAMBURG, Trabrennbahn
  • 02.09.2023 – HAMBURG, Trabrennbahn

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Von Veröffentlicht am: 07.02.2023Zuletzt bearbeitet: 07.02.2023512 WörterLesedauer 2,6 MinAnsichten: 922Kategorien: Alben, Kritiken0 Kommentare on KRITIK: Fettes Brot – Hitstory
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Über den Autor: Benjamin Barker

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