KRITIK: George Orwell – Reise durch Ruinen

KRITIK: George Orwell – Reise durch Ruinen

Im Jahr 1945 reiste der 1903 geborene Schriftsteller und Journalist George Orwell durch Deutschland und Österreich, um als Kriegsberichtserstatter an der Seite der Alliierten zu berichten.

Seine Reportagen sind vergangenes Jahr das erste Mal in Gänze in deutscher Übersetzung im C.H. Beck Verlag mit dem Titel Reise durch Ruinen erschienen. Die von Orwell verfassten Berichte und Reportagen stammen aus dem Zeitraum von März bis November 1945 und haben einen besonderen Klang. Sachlich, rational beweist der Meister der Dystopie (Farm der Tiere, 1984) einen Blick auf Zusammenhänge und Zukunftsvisionen. Er unterteilt nicht in Gut und Böse, sondern schildert beinahe nüchtern das Gesehene, die vorliegenden Zustände.

Neben den Vorort-Reportagen, finden sich am Ende des Buches, vor dem Nachwort, noch drei Artikel von 1940, 1943 und 1945 zu Deutschland. Die Schilderungen in seinen Berichten beschreiben die einfachen Dinge, den Hunger, das Elend, zerbombte Städte, Leben in Ruinen. Er bewertet die Pläne der Alliierten und ordnet diese in den globalen Zusammenhang ein. Reise durch Ruinen ist ein interessanter, spannender Einblick in das Deutschland und Österreich von 1945.

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Von Veröffentlicht am: 15.03.2022Zuletzt bearbeitet: 15.03.2022174 WörterLesedauer 0,9 MinAnsichten: 692Kategorien: Buch, KritikenSchlagwörter: 0 Kommentare on KRITIK: George Orwell – Reise durch Ruinen
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Über den Autor: Paul Schall

Hat sich nach elfJahren an Köln gewöhnt, ist aber noch immer nicht 100% davon überzeugt. Mag gerne Pizza, Pasta und Punkrock, ist aber auch anderen veganen Spezialitäten und anderen Musikgenres nicht abgeneigt. Ist außerdem Fußballfan und ständig von vielem angepisst.

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