There Will Be Fireworks – The Dark, Dark Bright

There Will Be Fireworks – The Dark, Dark Bright

Unter Brücken, in Spelunken, an Hintereingängen und in vergessenen Parks. Hier treibt Nicholas McManus sich herum, auf der Suche nach feucht-kalter Poesie in den Schatten Glasgows: „The Dark, Dark Bright“.

Vier Jahre sind vergangen, seit There Will Be Fireworks in Eigenregie ihr Debut veröffentlichten und die Messlatte für nachfolgende Alben mit epischem Songwriting und weitgreifenden, aber zugänglichen Post-Rock Melodien hoch legten. Inzwischen ist die Messlatte morsch und etwas modrig, so wie es den fünf Schotten gefällt.

Vier Jahre sind sie durch Glasgow gestreift und haben der Stadt jenseits ihrer für den Tourismus neu verputzten Fabrikfassaden ihre Geheimnisse abgelauscht, um sie ins Scheinwerferlicht zu zerren. Denn die Musik, in die There Will Be Fireworks ihre schwarzromantischen Texte hüllen, findet keinen Platz in den schummrigen Barwinkeln, in denen sie geschrieben worden zu sein scheint.

Die Akustikgitarre und das Spoken Word Interlude des ersten Songs „And Our Hearts Did Beat“ zerfließen zu einer rauschenden Klangfläche, die in den zweiten Song „River“ mündet. Was hier geschieht, ist exemplarisch für die gesamte Dramaturgie des Albums: Nachdenkliche Strophen, untermalt von zurückhaltender Instrumentierung erinnern mal an einen tieftraurigen Damien Rice, nur um dann folkige Töne anzuschlagen, zu denen man auf den alten Fabrikdächern tanzen möchte. Doch das Feuerwerk wartet anderswo: In episch hallenden Ausbrüchen, die in Songs wie „Youngblood“ den taumelnden Weltumarmungs-Eskapaden von Snow Patrol oder 30 Seconds To Mars in nichts nachstehen, verliert sich jeder Zweifel im Funkenregen.

Vertragen sich musikalisches Breitbildformat und urbaner Minnesang? Das ist wohl eine der Fragen, die in „The Dark, Dark Bright“ lauern und von jedem selbst beantwortet werden müssen.

Sicher ist, dass die großen Gefühle, die There Will be Fireworks mal mit Violinen, mal mit Gitarrenhall in den Himmel schießen, keinen Moment lang künstlich wirken und mit jeder Art von Messlatten, morsch oder nicht, Mikado spielen.

Schreibfehler gefunden?

Sag uns Bescheid, indem Du den Fehler markierst und Strg + Enter drückst.

Von Veröffentlicht am: 31.12.2013Zuletzt bearbeitet: 02.12.2018319 WörterLesedauer 1,6 MinAnsichten: 893Kategorien: Alben, KritikenSchlagwörter: , , , , , , 0 Kommentare on There Will Be Fireworks – The Dark, Dark Bright
Von |Veröffentlicht am: 31.12.2013|Zuletzt bearbeitet: 02.12.2018|319 Wörter|Lesedauer 1,6 Min|Ansichten: 893|Kategorien: Alben, Kritiken|Schlagwörter: , , , , , , |0 Kommentare on There Will Be Fireworks – The Dark, Dark Bright|

Teile diesen Beitrag!

Über den Autor: Sabrina Blaess

Wenn dein Album, Song oder Video als Premiere auf prettyinnoise.de veröffentlicht werden soll kannst du hier mehr erfahren:

Premiere auf Pretty in Noise

Wenn du einen Gastbeitrag auf prettyinnoise.de veröffentlichen möchtest kannst du hier mehr erfahren:

Gastbeitrag auf Pretty in Noise

Hinterlasse einen Kommentar

NO)))ISELETTER

Abonniere jetzt kostenlos unseren NO)))ISELETTER. Wir informieren dich dort über neue Vinyl-Veröffentlichungen, Interviews, Verlosungen, Konzerte und Festivals.

NO)))ISECAST

NO)))ISECAST ist der Podcast von Pretty in Noise. Wechselnde Autor:innen unterhalten sich – mal mit und mal ohne Gäste – über Musik die sie berührt – die euch berührt.

#VinylGalore

Wenn ihr Infos zu neuem Vinyl und Deals via WhatsApp, Signal oder Telegram bekommen möchtet, geht es hier entlang: ↓↓↓

Vinnyl immer