Unglaublich wie TBHR Urmusik, Rock und Spiritualität fusionieren. Als hätte David Eugene Edwards mit Neurosis ein irrwitziges Naturschauspiel vertont.

TBHR wurden 2005 gegründet. Das Projekt ist Teil der Church of Ra, eines belgischen Künstler Kollektiv’s zu dem auch Amen Ra und Oathbreaker gehören. Har Nevo ist ihr 2. Longplayer mit dem sie sich aus dem engen Korsett des Vorgängers „Monologue“ (2008) befreien. Düster und okkult wirkt der Sound. ……….. teilweise beängstigend.

Zelebrierten TBHR zu Beginn noch Postrock und Hardcore, gehen sie jetzt einen grossen Schritt weiter.

„Avraham“ ist dieser einnehmende Opener. Glockenspiel, Cello und Percussion leiten in diesen Hexentanz und den atemlosen, beschwörenden Gesang. Im Video zum Song sieht man den Sänger nackt durch einen mystischen Wald laufen um am Ende in einem Schrei fast dem Wahn zu verfallen.

Es ist das Intro zum majestätischen „The Woods i run from“ mit seinem getragenem Tempo, den psychedelischen Gitarren und dem Gesang eines Predigers der Dunkelheit. Jeder Song zeigt die musikalische Veränderung auf. Das ruhige „Circe“ mit seiner, dunklen, meditativen Stimmung oder „Animalesque“ in dem sich Pieter Uyttenhove’s Stimme über die Tribaldrums legt und am Ende alles im Weihrauch der Glockenklänge versinkt. Grossartig! Perkussion und Chöre beginnen auch in „Crawling low and eating dust“, man stelle sich eine Szene eines Rituals vor aus dem der Psychedelic Rock bricht um vom Schamanen ins Licht geführt zu werden.

„Into the Land of another“ beendet diesen dunklen Diamanten. Unglaublich wie TBHR Urmusik, Rock und Spiritualität fusionieren. Als hätte David Eugene Edwards mit Neurosis ein irrwitziges Naturschauspiel vertont. Eine wahrhaftig innovative Platte und eine unglaubliche Entwicklung einer mehr als vielversprechenden Band. Beängstigend gut!!!

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