Hoax ist eine amerikanische Indie-Pop-Band aus Long Island, New York. Die Band wird von Michael P. Raj (Gesang) und Frantz N. Cesar (Bass) geleitet.

Musikalisch ist das ein Feuerwerk aus Anklängen an die Disco-Songs der Bee Gees der 70er-Jahre, an klassische Rock-Songs der 80er-Jahre und an Künstler wie Frank Ocean, The Weeknd und Ähnliche.

Michael P. Raj ist indischer Abstammung und Frantz N. Cesar hat haitianische und puertoricanische Wurzeln. Die beiden Musiker lernten sich 2015 während ihres Studiums an der Hofstra University in Hempstead, New York kennen. Aus Cesars Freundeskreis rekrutierte sie die Brüder Jacob und Kevin Lopez für Schlagzeug bzw. Gitarre. Schlussendlich kam noch Paul Brower als zweiter Gitarrist zu der sich gründenden Band dazu. Songwriting und Arrangements werden aber hauptsächlich von Raj und Cesar übernommen.

Die Hoax benannte Band veröffentlichte ihre Debütsingle Beach House im Juli 2016. Die zweite Single Indian Summer wurde im September 2016 veröffentlicht und erreichte Platz 41 in Spotifys UK Viral Top 50 Chart. Am 16. Juni 2017 veröffentlichten Hoax ihre erste EP, The Truth and Other Lies. Es folgte in der hochproduktiven Phase am 29. September 2017 die zweite EP Words. Am 31. August 2018 veröffentlichte Hoax die Single Moon Moon Baby, die in Frankreich auf Platz 150 der iTunes Alternative Charts stieg.

Paul Brower und die Lopez-Brüder verließen im September 2018 die Band und Raj und Cesar entschieden als Duo weiterzumachen. Sie kündigten das Album b? an, das 2020 veröffentlicht werden sollte.

Das Album wurde dann aber tatsächlich erst am 31. August 2022 veröffentlicht und b? ist ein überraschend gut funktionierendes 17-Track-Projekt und das lange erwartete Debüt-Konzeptalbum, das die inneren Abläufe von BEING vs. DOING beschreibt.

Wunderbar und überraschend sind auch die in mehreren Tracks verwendeten Tempo- und Soundwechsel, die den jeweiligen Tracks eine andere Richtung geben aber immer komplett stimmig sind. Beispielhaft dafür ist der Titeltrack b?, der bei ab Minute 3:00 eine ganz andere Tonalität zeigt.

Unter den 17 Tracks befinden sich einige Perlen, die besonders zu erwähnen sind aber das Album funktioniert am aller Besten in seiner Gesamtheit. Der synthesizer- und beatlastige Opener trees braucht zwar etwas, bevor er in Schwung kommt, aber dann ist das ein ganz toller langsamer Tanztrack zum Dahinschmelzen. Nach dem gleichen Muster funktionieren soju und more than you know.

Zum Träumen und für die tiefen Gefühle gibt es den Track you get so alone sometimes, der aber noch getoppt wird von beach house ii und dem letzten Track auf dem Album, lily’s dream.

Dazwischen wunderbar tanzbare Disko-Klassiker, die einfach nur Spaß machen wie wasting time, drew und insbesondere western medicine. Ein Album, das leider etwas unter dem Radar ist aber unbedingt auf eine gut sortierte Playlist gehört.

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