Plopp – City Light Thief zücken ohne große Umschweife den Flaschenöffner und hebeln sich mit eingängigen Hooks, Chören und Karacho in das Herz des melodieverliebten Moshpit-Exoten: bunt, prickelnd und etwas klebrig.

Von Vornherein gesagt: Zu erwarten, dass die 15-minütige EP „Shame“ mit ihrem wunderbar verschachtelten Album-Vorgänger Vacilando von 2013 mithalten könnte, wäre viel verlangt. Wie viel ergaunertes Stadtfunkeln passt nun also in vier Songs?

Jede Menge! Nach wie vor strahlend, aber weniger funkelnd. Die Live-Produktion von Nico Vetter lässt die geballte Energie des Sextetts von ihrer schönsten Seite erklingen. Eingängiger und geradlieniger klingen die neuen City Light Thief, reduziert und zielstrebig. Die vielfältig eingesetzten Chöre, die sich nach wie vor als ihr Markenzeichen etablieren, verschärfen Benjamin Mirtschins Leadgesang weniger, als dass sie ihn umschmeicheln und eine zahmere Seite der Band offen legen, nicht zuletzt in „Younger You“, das komplett auf Shouts verzichtet.

„Quick Fix“ wiederum bricht unerwartet aus diesem Konzept aus, schlägt Haken und verschafft sich wutschnaubend Raum. Am Ende donnernde Akkorde, von denen man sich wünscht, es wären die ersten gewesen. Wie, schon vorbei? Ich will mein Pfand zurück!

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