Das österreichische Musikerduo Jolphin brachte zum Ende des Jahres doch tatsächlich noch ihren eingängigen Rocksound auf deutschsprachige Bühnen. Wie es uns in Hannover gefallen hat, könnt ihr hier lesen.

Die Jungs von Jolphin haben tatsächlich ein Zeitfenster gefunden, indem sie es geschafft haben eine Tour mit über zwanzig Terminen zu absolvieren. Dennoch kann man sicherlich nicht von einem perfekten Timing sprechen, wenn man sieht, wie wenig Zuhörer:innen sich ins Café Glocksee nach Hannover verirrt haben, um die Songs der Debüt-EP Suger Shock Treatment live zu erleben. Die ganze Show wird als 2G+ Konzert durchgeführt. Zutritt also nur für Geimpfte und Genesene mit tagesaktuellem Test. Und bei so viel Platz vor der Bühne, brauchte man sich über Abstandsregeln und verbrauchte Frischluft ohnehin keine Gedanken machen.

Trotz der spärlichen Kulisse, ließ sich die Band nicht unterkriegen. Jolphin hatten sichtlich Spaß auf der Bühne und bescherten den Gästen einen kurzweiligen und schönen Konzertabend. Live wurde das Duo von einem Live-Bassisten ergänzt, was etwas mehr Druck bei einzelnen Songs ermöglichte. Auf der Setlist standen sämtliche Tracks der Sugar Shock Treatment EP, ein bisher unveröffentlichter Track, sowie ein Mando Diao bzw. Bob Dylan Cover (Mama, You’ve been on my mind). Als es auf den Zugabenteil zuging, wurden auch nochmal Songs wiederholt oder eben in alternativen Versionen dargeboten.

Sänger Oliver Spitzer führte die Band souverän durch den Abend und hatte aufgrund der intimen Atmosphäre auch immer mal wieder die Möglichkeit direkt mit dem Publikum zu kommunizieren. So erfuhr man, dass die Band sich freue derzeit nicht im österreichischen Lockdown gefangen zu sein und das Publikum bedankte sich stets höflich für die Songs und entschuldigte sich fast schon mehrfach dafür, dass nicht mehr Leute gekommen sind. Aber ebenso professionell wie die Band, erfüllten auch die fünf Tänzer in der ersten Reihe ihren Auftrag und rockten ordentlich ab.

Wie gut uns die Songs von Jolphin gefallen, konnte man bereits in unserer Review zur Debüt-EP nachlesen! Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die pandemische Lage sich bald wieder bessert und Jolphin 2022 mit etwas Verspätung dann richtig durchstarten können.

Titelbild: Jolphin | (c) Marc Erdbrügger

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