Mit JeGong, der musikalischen Zusammenarbeit von Dahm Majuri Cipolla, dem Schlagzeuger von MONO & Watter, und Reto Mäder von Sum Of R, haben sich die Berliner von Pelagic Records ein äußerst interessantes Musikprojekt an Land gezogen.

Die musikalischen Energien des Duos konzentrieren sich auf die Kreuzung zwischen Krautrock, Ambient und Post-Rock und lassen an Acts wie Ash Ra Tempel, GAS, Cluster, Mogwai u.a. erinnern, während sie mit ihrem elektronischen Ansatz neue Wege beschreiten.

Benannt nach einem Titel von Clusters Dieter Moebius, entstand JeGong während einer Europatournee, als sich Sum Of R und Cipollas Band Watter auf dem Weg zum hoch angesehenen europäischen Festival Roadburn begegneten. Das Duo verband sich sogleich mit dem Ziel, den musikalischen Output der frühen 70er Jahre, und hierbei insbesondere die Schnittstelle zwischen elektronischer Musik und dem grenzüberschreitenden Experimentalismus des Krautrock, zu ehren.

Das Debütalbum von JeGong besteht aus 14 Tracks und atmet den abenteuerlichen Geist der frühen elektronischen Krautmusik.

JeGong – I

JeGong – I

Mit seinen bearbeiteten Gitarrensounds und den stark manipulierten Synthesizern schafft Mäder hier eine atmosphärische Architektur, die von Cipollas treibender Percussion untermalt wird. Die Kombination ist eine Hommage an die Größen von gestern und fügt den Einfluss von Künstlern von Grouper bis Sunn 0))) bis Zombi hinzu. JeGong ist nicht nur eine Verbeugung vor der Krautrock-Ära, sondern der Versuch neue Ansätze zu verwirklichen.

Das Ergebnis ist somit eine Platte, die sich während der mehr als 70-minütigen Laufzeit intensiv mit Psychedelia, Ambient, Wiederholung, Post-Rock und Elementen dystopischer Sci-Fi-Soundtracks wie bspw. Blade Runner und Metropolis befasst.

„Mit JeGong wollen wir den Krautrock-Stil nicht kopieren“, bekräftigt Mäder. „Wir sehen unser Projekt eher als kreativen Spielplatz, um den spielerischen und experimentellen Ansatz des früheren Krautrock zu feiern, bei dem organische Klänge und Texturen aus analogen Klängen verwendet werden, um die Stimmung zu erkunden.“

I wurde Ende 2019 aufgenommen, wobei Reto Mäder alle Instrumente in Hinterzimmern in Bern aufnahm und Dahm Majuri Cipolla mit Martin Bisi (Swans, Sonic Youth) im BC Studio (New York) das Schlagzeug hinzufügte. Auch wurde das Album dort auch teilweise gemischt. Zusätzlichen wurde in Finnland von Jaakko Viitalähde (Oranssi Pazuzu, Dark Buddha Rising) gemischt und gemastert.

Für die Aufnahmen hat sich das Duo also nie ein Zimmer geteilt, was Mäder zufolge auch Vorteile hat:

„Man achtet viel mehr auf den Klang als die gemeinsame Sprache. Musik nimmt je nach den Bedingungen, unter denen sie aufgenommen wurde, unterschiedliche Formen an – ob dies nun Räume, Entfernung oder Zeit ist. Wir freuen uns, auch eine andere Form unserer Songs zu präsentieren, wenn wir sie live auf eine Bühne bringen.“

Mit den Videos zu Stable Off und Sowing Dragons Teeth sind bisher zwei Tracks vom bevorstehenden Debüt I erschienen, welches am 16. Oktober über Pelagic Records veröffentlicht wird.


Titelbild: JeGong | (c) Pressefreigabe

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