KRITIK: Pat Burgener – PAT The Album 

KRITIK: Pat Burgener – PAT The Album 

Als der liebe Gott die Talente verteilt hat, muss Pat Burgener direkt zwei Mal laut „Hier“ geschrien haben. Schließlich handelt es sich bei dem 28 Jahre alten Schweizer nicht nur um einen unglaublich talentierten Musiker, sondern auch um einen der besten Snowboarder der Welt. Auch wenn ihm sportlich zuletzt so einige Verletzungen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben, startet er musikalisch jetzt richtig durch. 

Will man sich in der Welt des Profisports behaupten, so ist ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein von Vorteil. Diese Eigenschaft drückt sich auch im Titel des Pat Burgeners Debüt-Album aus, welches schlicht PAT The Album getauft wurde. Und auch das Cover ist kein Ausdruck von Understatement. Aber Zurückhaltung haben die zwölf Tracks des lang erwarteten Longplayers auch gar nicht nötig. 

Sommer, Sonne, Sonnenschein …

Bereits der mit reichlich Summervibes versehene Opener Work It Out, nimmt jeglichen Miesepeter direkt in Geiselhaft. Getreu dem Motto: „Follow the sun, get on the ride“:  

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Das Hauptmotiv des Songs, der mit Pats Bruder Max in London geschrieben wurde, bedient sich der einzigartigen Überzeugung, dass man schwierige Situationen mit einer positiven Einstellung überwinden kann, egal ob das Beziehungen oder das tägliche Leben betrifft. Pat selbst musste durch einen schweren Snowboardunfall eine Knie-OP über sich ergehen lassen und berichtet, dass er dadurch besser verstehen konnte, dass wir den Kampf gegen die Realität nicht gewinnen werden. „Wir können uns jedoch dafür entscheiden zu lächeln, während wir die Herausforderungen des Lebens annehmen.“, erklärt der Musiker und Profisportler und findet so die Essenz seines musikalischen Schaffens: „Das ist der Grund, warum ich Musik schreiben möchte, die Sonnenschein in das Leben der Menschen bringt.

So wie das anschließende Alive, welches mit einer äußerst einnehmenden Hook besticht. Und der Track Wasted tut alles dafür, dass man Pat auch weiterhin als den Jack Johnson des Wintersports bezeichnen wird. Mit Fallin’ In Love, Mexico und Low folgt anschließend ein Songtrio, welches bereits 2022 auf der letzten Burgener EP seine Uraufführung erlebte.  

Burgener kann auch anders

Glücklicherweise setzt Burgener zur Mitte des Albums mit Rolling Backwards einen dringend benötigten Kontrapunkt im Soundgefüge. Gerade noch rechtzeitig bevor sich die immer gleichen Surf- und Summervibes zu sehr abnutzen. Und hinter der grell scheinenden Oberfläche von PAT The Album braucht man dann auch einige Zeit, um Rolling Backwards als den Rohdiamanten im Repertoire von Burgener zu identifizieren, der er tatsächlich ist.  

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Das Instrumental A Moment nimmt anschließend ebenfalls nochmal gehörig Tempo raus, aber das ist absolut nicht negativ zu sehen. Denn wenn Pat mal innehält, dann ist er tatsächlich zu ebenso grandiosen wie getragenen Songs (Keep Your Head Up, Rolling Backwards) im Stande.  

Mit den letzten Nummern der Platte lässt Burgener dann wieder die Sonne aufgehen. Sunshine und Days Like These stecken geradezu an mit ihrer positiven Ausrichtung. Und genau das wollte der Musiker auch erreichen, als er den Song gemeinsam mit seinem Bruder nach einer privaten Trennung geschrieben hat.  

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Als Fazit lässt sich festhalten, dass Burgener auf seinem Debüt in großen Teilen genau den Summer-Sound liefert, den man von ihm erwarten würde. Dennoch weiß er in kleinen Dosen zu überraschen, was dem gesamten Höreindruck der Platte unwahrscheinlich gut tut. 

Der Song für die Playlist/das Mixtape: Rolling Backwards

Bewertung: 3.5 von 5.

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Von Veröffentlicht am: 23.03.2023Zuletzt bearbeitet: 23.03.2023590 WörterLesedauer 3 MinAnsichten: 1008Kategorien: Alben, KritikenSchlagwörter: , 0 Kommentare on KRITIK: Pat Burgener – PAT The Album 
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Über den Autor: Marc Erdbrügger

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