KRITIK: Duff McKagan – Lighthouse 

KRITIK: Duff McKagan – Lighthouse 

Duff McKagan müssen wir wohl niemanden mehr vorstellen. Neben seiner Hauptaktivität als Bassist bei Guns n’ Roses, hat sich der inzwischen 59-jährige Künstler immer wieder Zeit für andere und eigene Projekte genommen.

Nach Gastbeiträgen bei Velvet Revolver, Mark Lanegan oder Ozzy Osbourne wurde es so langsam mal wieder Zeit für ein reines Solo-Album, welches sich irgendwo zwischen Americana-Sound und Drei-Akkorde-Punk ansiedeln lässt. 

 Einige der Früchte meiner musikalischen Mühen und Triumphe sind nun mit der Veröffentlichung von LIGHTHOUSE für alle verfügbar. In den letzten 15 Jahren habe ich mich in eine Art des Songwritings vertieft, dass mich in der Einfachheit der Akkorde und dem Versuch, Wahrheiten in den Texten zu erzählen, an meine Zeit als Punk erinnert. Wie der Name von Susans und meiner Radiosendung, lasse ich mich von ‚Three Chords and the Truth‘ leiten, wenn ich mich mit der Gitarre hinsetze.

Duff McKagan

McKagan hat mit Martin Feveyear seinen kongenialen Produzenten gefunden.

Wie das klingt, beweist direkt der Opener und Titeltrack Lighthouse. Welcher tatsächlich durch seine Einfachheit besticht. Sowohl lyrisch (Oh, shine on me, my Lighthouse / Make me right and bring me home), wie auch in der Akkordfolge kreiert McKagan hier kein Hexenwerk. Der Track wird allerdings von Martin Feveyear so fett ausproduziert, dass man sich einem gewissen Sog nicht entziehen kann. Und welches Potential in der Zusammenarbeit der beiden schlummert, zeigt dann die absolut überzeugende Single Longfeather, welche Feveyear ans Klavier lockt und McKagan eine Gitarrenschicht über die nächste legen lässt.  

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Das groovende Holy Water lässt McKagan ordentlich Raum, um mit seiner Stimme zu spielen. Tatsächlich erinnert sein Gesangsstil hier durchaus an den guten William Axl Rose und zwischen einer Menge Oh-Oh-Ohs und Wah-Wah Gitarren, windet sich die Nummer zu einem weiteren Fixpunkt des Albums. Wem das bisher zu wenig Punk war, der wird anschließend mit I saw god on 10th street abgeholt, bevor Fallen gleich zwei Gänge zurückschaltet. 

Forgiveness und Fallen Ones bieten dann einen vielleicht zu erwartenden Country-Einschlag, machen aber vor allem im Vergleich zum flotten Shakedown deutlich, dass dem Bassisten die schnellen Nummern deutlich besser zu Gesicht stehen. 

Jede Menge Gaststars auf der B-Seite.

Zum Ende des Albums (hier bestellen!) holt sich McKagan mit den Gastmusikern Slash, Jerry Cantrell und Iggy Pop ein bisschen freundschaftliche Unterstützung, was aber auch nur positiv zur bereits angesprochenen Vielfalt des Albums beiträgt. So lässt das geniale Hope dem Ausnahmegitarristen Slash ausreichend Raum zur Entfaltung und auch Jerry Cantrell von Alice in Chains hört sich fühlbar wohl im Umfeld von McKagan. I Just Don’t Know fährt dabei das komplette Besteck des Balladen-Rock auf und wandelt sich vom akustischen Lagerfeuersong zum orchestralen Meisterstück. Dabei gelingt McKagan das Kunststück, den Song stets eine Spur zurückzunehmen, wenn er Gefahr läuft, überfrachtet zu werden. 

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Das Potential dieser Nummer als nachhallenden Schlusspunkt zu setzen, wird leider verschenkt, denn den Rausschmeißer in Form von Spoken Words by Iggy Pop hätte es nicht mehr gerbraucht.  

Der Song für die Playlist/das Mixtape: Longfeather 

Bewertung: 4 von 5.

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Von Veröffentlicht am: 28.10.2023Zuletzt bearbeitet: 28.10.2023541 WörterLesedauer 2,7 MinAnsichten: 713Kategorien: Alben, KritikenSchlagwörter: , , , 0 Kommentare on KRITIK: Duff McKagan – Lighthouse 
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Über den Autor: Marc Erdbrügger

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