Das letzte Album von The Deadnotes, Courage, erschien kurz vor Corona. Geplante Shows mussten im Anschluss auf Eis gelegt werden und auch die ursprüngliche Bandbesetzung hielt dem Corona-Stresstest nicht stand. Dennoch machen The Deadnotes weiter und veröffentlichen nun neue Musik – als Duo.

Über dunkelsten Wolken scheint immer noch Sonne. Anders kann man es nicht erklären, dass The Deadnotes mit ihrer neuen Single Easy Summer ihre bisher größte Pop-Nummer geschrieben haben. Ein kleiner-großer Anti-Sommerhit, für eine Zeit, in der zwar das Chaos herrscht, aber man nicht mal dran denkt, aufzugeben: Chin up / it’s an easy summer – Das ist der Song, den es gerade braucht.

The Deadnotes sind sowieso Überzeugungstäter. Deshalb erscheint keine 18 Monate nach ihrem zweiten Album Courage schon wieder neue Musik. Doch es hat sich viel getan. Das Trio, das mit Anfang 20 bereits über 25 europäische Länder bereiste und dabei über 500 Konzerte spielte, ist keins mehr. Ganz ohne böses Blut verließ Schlagzeuger Yannic Arens die Band im letzten Jahr. An ein neues, festes Bandmitglied ist vorerst nicht zu denken. 

Neue Bandkonstellation = neuer Songwriting-Ansatz

Viel mehr nutzen Darius Lohmüller (Gesang, Gitarre) und Jakob Walheim (Bass, Gesang) die neue Konstellation, um ihren Songwriting-Modus neu zu denken. Der Austausch zwischen den beiden Freiburger Musikern wird direkter und unmittelbarer. Die Möglichkeiten, was ein Deadnotes-Song alles sein kann, fühlen sich plötzlich vielfältiger an: „Von außen betrachtet wäre ja genau jetzt die Zeit, Emo-Songs zu schreiben. Aber wir wollten bewusst das Gegenteil machen. Es mit Humor nehmen, so gut es eben geht“, so Darius
 
Die neuen Songs produziert das Duo in verschiedenen Proberäumen von befreundeten Bands überall in Deutschland selbst. Zeit, sich die technischen Skills dafür beizubringen, gab es schließlich genug. Doch damit nicht genug: „Man konnte sich im letzten Jahr ja wieder mehr mit Musik beschäftigten – Elektronisches, Filmmusik, Jazz und vieles mehr – Wir haben unsere Ohren geöffnet“ erzählt Jakob
 
Und da haben wir also den Grund, warum in Easy Summer in der Bridge ein Saxofon-Solo losbrettert. Es ist wundervoll beknackt. Aber es macht so viel Sinn: „Es geht doch gerade nicht immer darum, eine Lösung für alles zu finden. Manchmal muss man einfach alles rauslassen.“ 

The Deadnotes machen sich frei

„Was ich lange im Punk gefunden habe, finde ich jetzt oft bei Pop- und Hip-Hop-Acts“, sagt Darius. Besonders deutlich wird das im Musikvideo zum Song – in extravaganten Outfits überspitzt die Band die im Song beschriebenen Emotionen und Situationen. Isolation, Ausbruch, das Finden der Leichtigkeit im Schweren. Gerade dadurch, dass beide Bandmitglieder in diese Rollen schlüpfen, wirkt Easy Summer nahbar. 
 
In den nächsten Wochen und zum Ende des Jahres spielen The Deadnotes auch noch eine ganze Reihe an Live-Shows, bei denen jeder vorbeischauen sollte, der auf energiegeladenen Indierock steht. Alle Termine findet ihr hier: 

The Deadnotes – Summer 2021:

  • 24.07. Freiburg (DE), ArTik
  • 28.07. Innsbruck (AT), Talstation
  • 29.07. Graz (AT), Music House
  • 30.07. Wiener-Neustadt (AT), Triebwerk
  • 31.07. Munich (DE), Backstage w/ Cadet Carter
  • 07.08. Fürth (DE), Sommer am Lindenhain
  • 16.08. Dortmund (DE), JunkYard w/ Pabst
  • 20.08. Sursee (CH), Kulturwerk 118
  • 26.08. Colmar (FR), Le Grillen
  • 27.08. Voitze (DE), Fill the Void Festival

The Deadnotes – Courage Tour 2021: 

  • 02.12. Oldenburg (DE), Umbaubar
  • 03.12. Lübeck (DE), Blauer Engel
  • 04.12. Copenhagen (DK), Underwerket
  • 07.12. Paderborn (DE), Sputnik
  • 08.12. Bonn (DE), Bla
  • 09.12. Mainz (DE), Schon Schön
  • 10.12. Jena (DE), Rosenkeller
  • 13.12. Zürich (CH), Dynamo
  • 17.12. Freiburg (DE), Waldsee
  • 18.12. Rorschach (CH), Treppenhaus

Titelbild: The Deadnotes | (c) Wall Of Sound PR

Schreibfehler gefunden? Sag uns Bescheid, indem Du den Fehler markierst und Strg + Enter drückst.