Bevor ich anfange, von diesem Album zu berichten, schicke ich vorraus, dass diese Veröffentlichung leider die Letzte der sechs Schweden sein wird, denn The Soundtrack Of Our Lives lösen sich zum Jahreswechsel 2012 auf 2013 endgültig auf. Umso mehr freue ich mich, ihr letztes Album kurz vorstellen zu dürfen.

In jedem der 13 Songs auf Throw It To The Universe ist spürbar, dass sie musikalisch dort angekommen zu sein scheinen, wo sie immer hin wollten. Sie haben wilde, chaotische Zeiten hinter sich und lassen diese auf ihrem letzten Album nochmal revue passieren. Die Musik erzählt von Freundschaft, Vertrauen und letztendlich auch vom Abschied nehmen. Die Songs wirken alles in allem sehr autobiographisch, als würden sie uns alle gerne an ihrem Erlebten teilhaben lassen und uns mit auf eine Reise durch ihre eigene Geschichte nehmen. Man spürt den Wandel von exessiven zu harmonischen Zeiten, von Höhen und Tiefen und vom Ankommen.

Durch ihre Musik und ihre Songs wie „Where’s the rock?“ fühlt man sich, wie in einen Tarrantino-Film versetzt. Ausdrucksstarke Texte paaren sich mit cleanem Männergesang und einem unverwechselbar rockigen Sound, der mal nach Action, Abenteuer und Happy End, wie in „What`s your story?“ und mal nach einem melancholischen Desaster, wie in „If nothing lasts forever“ klingt. Es ist nichts aufgesetzt oder beschönigt, ihre Musik ist vollkommen ehrlich und leidenschaftlich. Es wundert mich kaum, dass Noel Gallagher in einem Interview sagte: „Die Auflösung von The Soundtrack Of Our Lives wäre für mich musikalisch so ziemlich das Schlimmste, was 2012 passiern könnte.“ The Soundtrack Of Our Lives hinterlassen zwar ein großes Loch in der Musikwelt, lassen jedoch auch ein Stück Geschichte zurück und ihnen ist auf jeden Fall der musikalische Abschied mit diesem Album beispiellos gelungen.

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