Gibt es etwas das diesen drei Amigos nicht gelingt? Bis jetzt hätte nach jedem Album Schluss sein können ohne etwas zu bereuen. Motorpsycho aber hätten es bereut. Wetten?

24 Jahre Bandgeschichte und die Relevanz der Norweger steigt seit dem Einstieg von Wunderdrummer Kenneth Kapstadt stetig an. Nach der Rockoper The deathdefying Unicorn welches das letzte Album von Steven Wilson wirklich alt aussehen lässt und als das Referenzwerk moderner, progressiver gesehen werden kann, gehen die Trondheimer einen Schritt zurück und öffnen neue Türen und Tore.

Hans Magnus Ryan, Bent Saether und Kenneth Kapstadt sind das Rocktrio der Gegenwart. Keiner aktuellen Band gelingt ein solch qualitativ, hoher Output. Nimm die schwarze Rille aus der Hülle, setz die Nadel an und lehn dich zurück.

Hell, Part I – III lässt die ersten 1 1/2 Minuten mit einem sabbathmässigen Intro beginnen und wechselt in erst sehr einfachen Stonerrock mit psychedelischem Einschlag, einem phantastischem Soli von Snah Ryan bevor Kenneth Kapstadt das Finale mit einem jazzigen Takt zu Ende bringt. Beim 2. Track August könnten sich auch Cream und The Mars Volta zum Jam getroffen haben. Ein sehr progressiver

Song mit ausuferndem Ende. Das 17 minütige Ratcatcher traut sich dann noch mal alles, der angedeutete Refrain von dem nichts mehr übrig bleibt bis zum experimentellen Jam der in einen ruhigen Jazzteil abtaucht und von der Wahnsinnsgitarre aufgelöst wird. Atempause! Afterglow lässt alles hinter sich und wagt nach einem ruhigen Anfang, den Schritt zur grossen Melodie und Geste. Gibt es etwas das diesen drei Amigos nicht gelingt? Bis jetzt hätte nach jedem Album Schluss sein können ohne etwas zu bereuen. Motorpsycho aber hätten es bereut. Wetten?

01. Hell [Part 1-3] Start
02. August Start
03. Barleycorn (Let it come/Let it be) Start
04. Ratcatcher Start
05. The afterglow

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