Alben des Jahres:

1. Darkside – Psychic

Nicolas Jaar wollte eine Dance-Platte machen, Dave Harrington ein Rock-Album. Durchsetzen konnte sich letztlich und zum Glück keiner von beiden. Herausgekommen ist eine der innovativsten Klanggerüste des Jahres 2013. Mit ihrer Mischung aus Electro, Ambient und Psychedelic-(Blues-)Rock haben Darkside ein unglaublich organisches und facettenreiches Album kreiert. Unbedingt in seiner ganzen Länge genießen!

 

4. Forest Swords – Engravings

Matthew Barnes sagt selber, er mache Popmusik und verfolge mit „Engravings“ das Ziel, „interessante Ideen in die Popmusik zu schmuggeln“. Okay, das hat er definitiv geschafft und die Charakteristika des Pops (simple, gesangslastige Songarrangements) in sein Gegenteil verkehrt, ohne an Eingängigkeit einzubüßen. In der Zurückgezogenheit des ländlichen Wirral bastelte er an seinem grandiosen Debut-Album. Gesamplete R’n’B Vocals, organische Bass- und Gitarrenflächen mit elektronischem Unterbau verwachsen zu teils sehr pompösen Soundkreationen. Aber bitte jetzt nicht auf die großartige Idee kommen, die Geburt des „Post-Pops“ auszurufen.

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5. Tim Hecker – Virgins

Tim Heckers „Virgins“ ist zunächst einmal schwierig. Organische Klänge, digital-exzessiv zu intensiven und komplexen Hörbildern aufgearbeitet, die eine gewisse Bereitschaft erfordern, sich in sie reinzuhören. Aber die Fülle an Sounds und der daraus mittransportierten Emotionen ist einfach atemberaubend. Tim Hecker ist ein wahrer Klangkünstler. Ist man erst einmal in die Welt von „Virgins“ eingetaucht, kann das Auskundschaften dieser zahlreiche Glückshormone freisetzen. Doch nicht so schwierig das Ganze.

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6. Cloud Boat – Book of Hours

Cloud Boat erschaffen mit „Book of Hours“ ein seltsames Gebilde. Irgendwie eine Mixtur aus Post-Rock-Momenten, Post-Dubstep-Sounds und einem Hauch von bedrückendem Folk. In dieser Absonderlichkeit liegt jedoch die große Stärke. Wunderbare Melodien – teils stark reduziert angerichtet, teils opulent inszeniert – zusammen mit der gefühlvollen Stimme von Tom Clarke erschaffen ein eindrucksvolles Debut-Album.

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9. Thundercat – Apocalypse

Stephen Bruner zeigt, dass ein E-Bass mehr ist als dieses im Hintergrund agierende Rhythmusinstrument. Unter dem Pseudonym „Thundercat“ hat der Kumpel und Label-Kollege von Beat-Genie Flying Lotus mit „Apocalypse“ ein spannendes, unkonventionelles Album herausgebracht. Von starken R’n’B Vocals getragen finden sich komplexe, wie auch seichte Tracks, die ihren Reiz aus einem Konglomerat aus Electronica, Funk und Pop ziehen.

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10. Baths – Obsidian

Will Wiesenfeld ist ein Beat-Virtuose. Schon auf dem Vorgänger „Cerulean“ finden sich aus allerlei Samples zusammengebastelte Beatstrukturen, die, verziert mit glitchigen Sounds und Field-Recordings, prächtige Electrosongs entstehen ließen. Bei „Obsidian“ macht Baths da weiter wo er aufgehört hat, fügt seinem Sound jedoch eine merkliche Prise Reife und Tiefe hinzu. Zusammen mit dem anfänglich ungewöhnlichen, schnell aber als äußerst stimmig wahrgenommenm Gesang deichselt Wiesenfeld ganz starken, sowohl tanzbaren als auch melancholisch-versinkenden Beat-Pop.

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