The End of Travelling – Vol. 97

The End of Travelling – Vol. 97

Mit der unregelmäßigen Serie der The End of Travelling-Listen möchte ich Euch auf spannende neue Songs, die vor allem über die Musik-Promotion-Plattform SubmitHub, meist direkt von den Künstler:innen selbst, veröffentlicht worden sind, aufmerksam machen.

Also Kopfhörer aufsetzen, Augen schließen und ganz entspannt zurücklehnen …

MOONRIIVR – Blonde Hair Now

Die neue All-Star-Band aus Toronto, Kanada heißt MOONRIIVR und ihre Musik klingt, als könnte sie jederzeit in den letzten 60 Jahren aufgenommen worden sein. Rock ‘n’ Roll der 50er Jahre, R&B und Country der 60er Jahre und weitere klangliche Einflüsse der 70er Jahre treffen aufeinander. Zur Band gehören neben Frontmann Gavin Gardiner (The Wooden Sky) und James Robertson, der normalerweise als Lead-Gitarrist mit Künstlern wie Lindi Ortega und Dwayne Gretzky auftritt, der Bassist Ben Whitely (The Weather Station, Basia Bulat, Julia Jacklin) und Schlagzeuger Lyle Molzan (Kathleen Edwards, Corb Lund). 

Entstanden ist das Musik-Projekt zu Beginn der Corona-Pandemie als Gardiner seinen langjährigen Freund James Robertson auf dessen Familienfarm nördlich von Toronto besuchte. Keiner der beiden hätte wohl gedacht, dass sich der kurze Besuch zu einer gemeinsamen Band entwickeln würde. 

Die Debüt-Single Blonde Hair Now ist „eine Ode an die kleinen Momente, die unser Leben ausmachen. Eine Hommage an das Gewicht der vermeintlich einfachen, alltäglichen Entscheidungen, die unsere Welt prägen“, erklärt Sänger Gavin Gardiner

Die veröffentlichte Aufnahme stammt aus der allerersten Session, die wir im Studio gemacht haben, als wir uns durch den Tag tasteten und versuchten herauszufinden, was, wenn überhaupt, MOONRIIVR sein könnte. Wir haben etliche Mal versucht, die erste Aufnahme zu übertreffen, kehrten aber immer wieder zu dieser Version zurück. Dieser Song stellt sich eine Welt vor, in der er in den RCA-Studios mit dem Geist eines jungen Elvis Presley tanzt oder zwischen Richie Valens und Buddy Holly auf dem Rücksitz jenes unglückseligen Fluges schläft.

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Thorin Loeks – Threads

Der kanadische Sänger, Songwriter Thorin Loeks stammt aus dem Yukon-Territorium, Kanada und ist mit einer Gitarre auf dem Rücken mehr als 20.000 km mit Kanu und Fahrrad durch Nordamerika gereist. Dies war eine grundlegende Erfahrung für sein Songwriting und seinen Musikstil, die durch die Natur, die Landschaft, die Städte und die Menschen geprägt ist. Sein Musikstil und seine Lieder können als gefühlvoller zeitgenössischer Indie-Folk/Pop/Rock beschrieben werden, beeinflusst und inspiriert von der Erforschung der Welt und dem Potenzial des menschlichen Geistes.

Nach seinem Debüt-Album Thirsty Hearts (2016) erscheinen noch die Alben Shine through the dark (2017) und und In this Place (2020), die seinen durchweg positiven Ruf bekräftigten und Ihm Vergleich mit Künstlern wie Gordon Lightfoot, Old Sea Brigade und Vance Joy einbrachten. 

Die aktuelle Single Threads ist eine Auskopplung aus der angekündigten EP Lights und beginnt mit einem Vogel-Gezwitscher, dass dem wunderbar entspannten Folksong über Natur und Landschaft, der einen mitnimmt und ein gutes Gefühl hinterlässt, einen passenden Rahmen gibt. 

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The Underground Youth – I Thought I Understood

The Underground Youth wurden 2008 als kreatives Projekt von Craig Dyer in Manchester gegründet und bestehen derzeit aus Craig (Gesang/Gitarre), Olya Dyer (Schlagzeug), Leonard Kaage (Gitarre/Produzent) und Samira Zahidi (Bass). Die Band wurde 2012 beim unabhängigen Plattenlabel Fuzz Club Records unter Vertrag genommen und hat bereits 10 Alben und 4 EPs veröffentlicht. 

Im Laufe der Jahre hat sich ihr einzigartiger Sound entwickelt, der von filmischem Lo-Fi-Psychedelia bis hin zu einer rohen und lauten, wenn auch romantisch-melancholischen Form von Post-Punk reicht. 2016 zog die Band von Manchester nach Berlin.

Das für August 2023 angekündigte elfte Studioalbum Nostalgia’s Glass enthält auch die gerade veröffentlichte Single I Thought I Understood. Ein Track aus luftig, klirrendem Post-Punk und eine mitreißende Vorschau auf das, was auf dem neuen Album zu erwarten ist.

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Laura Wolf – Homebody

Produzentin, Cellistin und Sängerin Laura Wolf nimmt Genres auseinander und fügt sie wieder zusammen; Das Ergebnis sind ihre charakteristischen, ungewöhnlichen Kammerpop-Arrangements voller ungewöhnlicher Sounddesigns.

Im Jahr 2019, nachdem Laura aufgrund einer Notfall-Darmoperation bettlägerig war und eine Cross-Country-Tournee sowie einen Umzug abgesagt hatte, war sie gezwungen, ihre musikalische Identität als Künstlerin neu zu definieren. Den größten Teil des nächsten Jahres verbrachte sie auf dem Dachboden ihrer Eltern, den sie in ein provisorisches Aufnahmestudio umgewandelt hatte und brachte sich selbst Aufnahme und elektronische Produktion bei.

Diese Zeit der schnellen kreativen Entwicklung brachte zwei EPs hervor: Die erste, Artifacts (2021), war der charmante Vorgänger des selbstbewussteren Nachfolgers, Shelf Life. Von der Klangpalette bis zu den Texten ist Shelf Life eine schrittweise Auflösung der Synergie zwischen Originalquelle und manipuliertem Sample, Fakten und Erinnerung, die das Gefüge von Lauras musikalischer DNA treffend webt. Bei Shelf Life geht es um das Leben nach einem Trauma und darum, was wir mit dem Verfall tun sollen, der uns zugefügt wurde. Im Winter 2021 tat sich Laura mit Zubin Hensler (The Westerlies, Half Waif, Fleet Foxes) zusammen, um ihre Arrangements in diese EPs zu mischen, die eine Hommage an ihren eigenen Patchwork-Prozess darstellen.

Anfang Juni erscheint nun das lange bearbeitete Album Shelf Life als konsequente Fortentwicklung von der klassischen Musikerin zur elektronischen Produzentin. Ein komplexes Patchwork aus verspieltem Sounddesign, Orchesterfragmenten, Industrial-Samples und intimem Gesang. Der aktuelle Track Homebody ist ein gutes Beispiel für das Sampling von Soundelementen, die sie in ihre intimen Songs einbaut. 

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Olive Louise – Garden

Aufgewachsen in Kings Point, New York, auf dem Anwesen, das F. Scott Fitzgerald zu seinem Roman Der große Gatsby inspirierte, verbrachte die Sängerin, Songwriterin und Komponistin Olive Louise ihre frühen Jahre damit, Klavier und Violine unter der Anleitung ihrer Mutter zu studieren, die Leadpianistin des Long Island Philharmonic Orchesters war. Behütet und unproblematisch war die Jugend im Sommer in Rhode Island mit Segeln, Gartenarbeit und Reiten. Diese verträumte Kindheit wurde durch den tragischen Tod beider Eltern beendet. Nach diesem Verlust wandte sie sich dem Songwriting zu, um ihre Gefühle zu verarbeiten. 

Als unmündige Heranwachsende wurde sie von verschiedenen Erziehungsberechtigten nach New York City und nach Utah, wo sie monatelang u.a. trotz Hagelstürmen im Freien lebte und final nach Michigan auf das Interlochen Performing Arts Internat in Michigan geschickt. Auf jeder Zugfahrt und jedem Flug schrieb sie ihre persönlichen Geschichten auf. Nach einem kurzen Aufenthalt in Berklee kehrte sie nach New York City zurück, um ihre Ausbildung an der American Musical and Dramatic Academy abzuschließen. In dieser Zeit veröffentlichte sie ihre ersten beiden Tracks Tears und Fool bevor im Jahr 2020 mit Bad Things die erste offizielle Single erschien. Es folgten drei weitere Singles und Anfang 2023 die 3-Track Debüt-EP 275 Kings Point Road, benannt nach dem Ort, an dem sie aufgewachsen ist.

Die erste Auskoppelung war Moroccan Oranges handelt von dem Schock und der Leere, die sie empfand, nachdem sie ihre Mutter verloren hatte. Die aktuelle Single Garden ist ein Brief an ihre Eltern, ein Wunsch, dass sie beide zusammen sind und dass sie eines Tages alle wieder zusammen sein werden. Es ist hoffnungsvoll und ergreifend. 

Ausstehend ist noch der Track The Cure, ein ätherisches Meisterwerk, das Sie in das Haupthaus des Great Gatsby-Anwesens, in dem sie aufgewachsen ist, und in die heruntergekommenen Überreste entführt, mit den Gedanken daran, was hätte sein können und was war.

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Riverwoods x Jeanette Bengtsson – You Cut Right Through My Soul

Riverwoods ist eines der Projekte des schwedischen Songwriter Jimmy Granstrom, der sich lokale und internationale Gäste für seine Songs zusammensucht. Die Tracks wurden bisher vor allem in Schweden und beim Portland Radio Project (PRP) 99.1FM in Oregon, USA, ausgestrahlt. 

Bekanntheit erlangte Granstrom mit dem Track 2019 Again seines Projects Earthbridge, das seit seiner Veröffentlichung im März 2021 mehr als ein Jahr lang auf PRP lief. Die nachfolgenden Singles Alicia und Made Of Stars wurden in P4 Sörmland, einen großen schwedischen Radiosender, als neue Tracks vorgestellt. Granstrom war zudem Co-Autor des Songs Stranger With My Face mit dem Komponisten Omri Lahav. Der Song wurde im Radio in Schweden, England, Mexiko, Brasilien, Uganda und auf PRP gespielt. 

Der aktuelle Track You Cut Right Through My Soul handelt von der Liebe, die die größten Hindernisse überwindet. Den Gesang übernahm Jeanette Bengtsson, die mit der ABBA-Coverband Arrival From Sweden durch Europa und die Vereinigten Staaten getourt ist. Der Song ist die englische Übersetzung (Jimmy Granstrom und Robert Gould) des schwedischen Liedes Du genomborrar mig

Es ist nach der Single When We Were Small die zweite Zusammenarbeit von Riverwoods und Jeanette Bengtsson.

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Von Veröffentlicht am: 20.05.2023Zuletzt bearbeitet: 20.05.20231453 WörterLesedauer 7,3 MinAnsichten: 456Kategorien: News, Streams, Videos0 Kommentare on The End of Travelling – Vol. 97
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Über den Autor: Richard Kilian

"Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik" Wer mit Stephen King, Charles Bukowski, Andrew Vachss und Elmore Leonard sowie Marillion, Cigarettes after Sex, Motorpsycho, The Jayhawks, Sufjan Stevens, Rush und God is an Astronaut etwas anzufangen weiß, der ist bei mir richtig.

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