Mit der unregelmäßigen Serie der The End of Travelling-Listen möchte ich Euch auf Spannende neue Songs, die vor allem über die Musik-Promotion-Plattform SubmitHub, meist direkt von den Künstler:innen selbst, veröffentlicht worden sind, aufmerksam machen.

Also Kopfhörer aufsetzen, Augen schließen und ganz entspannt zurücklehnen …

Lodet Whisky Fun

Lars von Trier drehte einen Film Dogville mit Nicole Kidman, James Caan und Lauren Bacall in der schwedischen Kleinstadt Trollhättan in welcher Joakim Björnberg aufwuchs und sich für sein Musik-Projekt den Namen seiner Kita gab. Als Lodet arbeitet er in seinem Studio im Zentrum von Stockholm als Singer-Songwriter an schönen Indie Rock/Indie Pop-Songs.

Im Jahr 2019 nahm er die radiotaugliche und entsprechend erfolgreiche Single Calling auf und wurde beim US-amerikanischen Indie-Label Allen Road Music unter Vertrag genommen. Björnberg flog in die USA und ließ von Matthew E. White seine Debüt-EP Many Days produzieren.

Leider war das nicht der erhoffte Karriere-Booster, so dass sein Debütalbum My Bonnie erst im Sommer erscheinen wird. Nach den Vorab-Singles Chasing Circles (20.11.2020), My Bonnie (15.04.2022) und Smile (06.05.2022) kommt mit Whiskey Fun die letzte Single vor der Veröffentlichung des Albums.

Hayley Reardon The Little Sadness

In Nashville, Tennessee hat die in Boston aufgewachsene 25-jährige Singer-Songwriterin Hayley Reardon ihren Koffer abgestellt, um den nächsten Abschnitt eines schon sehr abwechslungsreichen Musikerlebens aufzuschlagen.

Bereits ihre erste EP Beautiful Simplicity (2009) erregte das Interesse von Kritik und Publikum und ihr erstes Album Where The Artists Go (2012) war ein kleiner Geheim-Tipp-Erfolg. Es folgte 2013 eine – trefflich betitelte – EP namens Wayfindings und eine Reihe an Tourneen durch Europa und die USA.

Nach dem Umzug nach Nashville erschien 2016 ihre zweites Album Good. Danach experimentierte sie damit ihre Songs ab 2017 akustisch zu präsentieren, wodurch sich ihr Stil komplett veränderte. Auf ihrer aktuellen EP Where I Know You sind wieder neue Stücke im akustischen Gewand zu finden. Die Single-Auskopplung The Little Sadness ist eines davon.

ViVii Carmel Beach

Das Dreampop-Trio ViVii aus dem schwedischen Uppsala veröffentlicht mit ihrer EP Mavidavilon eine Sammlung von fünf Songs, die wunderschön-zeitlosen skandinavischen Pop zwischen modernem Americana und bittersüss-melancholischem Elektro-Folk präsentieren. Bestehend aus dem Ehepaar Emil und Caroline Jonsson sowie Multi-Instrumentalist und Arrangeur Anders Eckeborn entsteht meist im heimischen Wohnzimmer zeit- und schwereloser Dream-Pop.

Nach den Vorab-Singles Wrap Your Arms, Vegas und It’s Probably Me schließt Carmel Beach den Kreis und bereitet wunderbar auf die EP vor. Verwunderlich ist, dass als musikalische Vorbilder ABBA genannt werden, die tatsächlich weit am Horizont für einen anderen Musikstil stehen.

Carmel Beach ist eine zarte, sparsame Komposition, die sofort in Begeisterung versetzt und ins Bewusstsein ruft, welch gute Songschreiber:innen, Arrangeur:innen, Musiker:innen und Sänger:innen die drei Individualisten Emil, Caroline und Anders sind. Das Trio ist ab dem 19.06.2022 auf Deutschland-Tournee.

Nick & June Anything But Time

Die Musik des in Nürnberg beheimateten Dream-Pop-Duos Nick & June ist geprägt von mystischer Intimität aus gedämpfter Melancholie von Synthesizern, sanfter Drum-Maschinen und Orgel-Klängen. Hallgitarren, die den verträumten Gesang von Suzie-Lou Kraft (June) umrahmen, sind ein klassisches Stilmittel, dass Multi-Instrumentalist Nick Wolf beim Arrangieren der Songs gerne und oft einsetzt.

Die musikalischen Wurzeln des Duos sind hier kaum verhüllt bei Bon Iver, Damien Rice und Angus & Julia Stone zu finden und auch Lana Del Rey, Mazzy Star und Beach House gehören in diese Aufzählung. Was auf dem Debüt-Album Flavor & Sin (2013) noch sehr akustisch klang, wandelte sich im Konzeptalbum My November My (2017) zu düsterem Dream-Pop mit dominanten Gitarren.

Aus der kommenden von Nicolas Sierig in den Our House Studios in München produzierten EP Beach Baby, Baby gibt es die erste Single-Auskopplung Anything But Time, eine sehr einprägsame Marschmelodie, die sich unter den mystischen Gesang gelegt hat, zieht sich durch den gesamten Song.

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