The End of Travelling – Vol. 103

The End of Travelling – Vol. 103

Mit der unregelmäßigen Serie der The End of Travelling-Listen möchte ich Euch auf spannende neue Songs, die vor allem über die Musik-Promotion-Plattform SubmitHub, meist direkt von den Künstler:innen selbst, veröffentlicht worden sind, aufmerksam machen.

Also Kopfhörer aufsetzen, Augen schließen und ganz entspannt zurücklehnen …

FNTN – Something In My Head

Die aus Los Angeles, Kalifornien stammende Band besteht aus Gray Whisnant (Gesang und Gitarren), Zeke Reed (Bass) und Ryan Albaugh (Schlagzeug) und macht Musik an der Schnittstelle von Surf-Rock und Indie-Pop. Wenn man The Beatles, 90s Britpop und Frank Ocean zusammenmischt, dann hat man eine ungefähre Vorstellung vom Bandsound. 

Allerdings ist in den wunderbar unbeschwerten Songs auch eine ganze Menge anderer Einflüsse zu finden, die von der Band selbst mit Künstlern wie The Strokes, Vampire Weekend, MGMT, Surf Curse, Current Joys, The Killers und Arctic Monkeys benannt werden. 

Im Jahr 2016 veröffentlichte die Band ihre erste 5-Track-EP Indigo, die bereits recht nah am aktuellen Sound war. Es folgten diverse Singles sowie die EPs Lucid Dreams (2017), Apocalypse Disco (2021), Impossible Summer (2022), Mediterranean Hands (2022) sowie ebenfalls in diesem Jahr die aktuelle EP Something In My Head aus welcher es eine Singleauskoppelung des Titeltracks gibt. 

Über den aktuellen Track heißt es im Pressetext: 

„Something In My Head“ ist ein stimmungsvoller Neo-Noir-Synth-Rock-Song darüber, wie man sich am Rande des Wahnsinns befindet. Die gewundenen Gitarrenlinien, die neonfarbenen Synthesizer und das hypnotische Schlagzeug des Tracks erinnern an eine mondhelle Canyon-Fahrt in der Heimatstadt der Band, Los Angeles. „Something In My Head“ wurde in Santa Monica und Silver Lake aufgenommen und ist zu gleichen Teilen Verwirrung und Katharsis. Der Track wird das Publikum mit seinen vielen klanglichen Geheimnissen mit Sicherheit überraschen und verführen, während er den Surf-Rock-Sound von FNTN an ein neues nächtliches Ziel führt.

TANDM – The Man In The Sea

TANDM ist ein in Toronto ansässiges Indie-Pop-Duo, bestehend aus Thomas Franklin (Schlagzeug) und Maxine Beck-Sinderby (Gesang und Gitarre). Ihre Musik zeichnet sich durch Maxines süßen Gesang und eingängige, mit Hall gefüllte Gitarrenriffs aus, die von der Energie von Thomas‘ stetigen Beats vorangetrieben werden. 

Die meisten Tracks erzählen Geschichten von persönlichen Freuden und den Fehlern, die man im jungen Erwachsenenalter macht. Die Musik schafft ein bittersüßes und unvergessliches Erlebnis für das Publikum, das noch lange nach dem ersten Hören nachhallt. 

Die Debüt-EP Reflections, Vol. 1 wurde 2019 veröffentlicht, ihre zweite EP Reflections, Vol. 2 erschien kurz darauf im Jahr 2019. 

Die Songs des Duos scheinen über Zeit, Ort und sogar stilistische Kategorisierung hinauszugehen. Ihre Einflüsse sind ebenso subtil wie vielfältig und weben Anklänge genreübergreifender moderner Innovatoren von Alvvays über Regina Spector bis hin zu Vampire Weekend in ihre Arbeit ein.

Über den aktuellen Track The Man In The Sea heißt es im Pressetext: 

Der Track The Man In The Sea wurde ursprünglich von Maxine als Gedicht für eine Hausaufgabe in der High School geschrieben. Das Gedicht wurde von einer Geschichte inspiriert, die ihr als Kind von ihrer Großmutter erzählt wurde; In der Geschichte ging es skurril darum, wie ein riesiger Mann im Meer einen riesigen Löffel rührte und Wellen erzeugte. „Meine Inspiration bestand darin, das Gefühl eines Kindheitsglaubens/einer Kindheitsphantasie zu vermitteln, der dann durch die Entdeckung der Realitäten der Welt zerplatzte.“

Das von Akash Jones und Bronte Brazier erstellte Video sorgte für traumhafte Stop-Motion-Bilder, die die eindringliche Melodie untermalten. Die Single ist ein Highlight der kommenden EP Sirens.

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Blake Wisner & David Rice – Solo

Der in Las Vegas, Nevada lebende Singer-Songwriter und Produzent Blake Wisner definiert Popmusik für sich neu und lässt Einflüssen wie Anderson Paak, Daniel Caesar und Mac Miller in die überwiegend sehr entspannten und relaxten Tracks einfließen. 

Blake mischt seinen eigenen Stil eingängiger, fließender Melodien mit Alternative/RnB-Hooks, um einen einzigartigen Sound zu kreieren. Seit seinem ersten Klavierunterricht im Alter von 3 Jahren lebt er Musik. Er verliebte sich schon früh in der High School in das Schreiben von Gedichten und beschäftigte sich früh mit dem Handwerk des Singer-Songwritings. 

Zusammen mit dem ebenfalls in Las Vegas lebenden aus Kalifornien stammenden Singer-Songwriter David Rice hat er die Single Solo veröffentlicht. Der sehr zurückgenommene anfangs rein akustische Track ist genau das Richtige für echte Freunde des Duett-und Falsett-Gesangs, die zudem auf viel Hall und Echos stehen. Ein sehr schöner nachdenklicher Song.  

Pine Barons – Summer One

Die in Philadelphia ansässige Band besteht aus Frontmann und Mastermind Keith C. Abrams (Gesang, Gitarren, Keyboards, Bass), Bradford Pulley (Gitarren Bass, Banjo, Keyboards), Alexander Beebe (Keyboards, Trompete, Percussions), James Tierney (Bass) und Alex Held (Schlagzeug). Musikalisch ist das eine sehr poppige Version von The Killers, Modest Mouse und The Districts, mit denen Keith C. Abrams häufig zusammenspielte und deren letzte Platte er mitproduziert hat. 

Das Debüt-Album The Accin Book (2017) begeisterte die Fachpresse. Das Nachfolgewerk Mirage on the Meadow (2020), das während der Pandemie veröffentlicht wurde, war isoliert zu betrachten, da alle Songs von Frontmann und Multiinstrumentalist Keith C. Abrams geschrieben und produziert wurden, der sich mit Themen der menschlichen Verbindungen, während sie die Vergänglichkeit und die Unausweichlichkeit des Todes anerkennen, beschäftigte. 

Während des Mischprozesses stolperte Abrams über die Musik der beliebten japanischen Kultband Fishmans (aktiv in den späten 80ern und 90ern) und verliebte sich in ihre unvergleichliche Mischung aus Dream Pop, Psychedelic Rock, Trip-Hop und Dub/Reggae. Aus dem Interesse entstand das Tribut-Album I LOVE FISH

Zwischenzeitlich hat sich die Band wieder ins Studio begeben und es sind eine ganze Menge schöner neue Songs entstanden. 

Die aktuelle Single Summer One ist nach Frantic Francis und Blue Dolphin bereits die dritte Single des Jahres 2023 und ein wunderbar getragener Sommersong, der mit Leichtigkeit einen gemütlichen Loungeabend einleiten kann. War Frantic Francis ein dynamischer Angriff auf die Tanzbeine so ist Summer One im gleichen relaxten Arrangement wie Blue Dolphin unterwegs und lässt eher den gemütlichen Gang der Dinge geschehen. 

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TBOTEOF – Koi Pond

The Band On The Edge Of Forever ist eine Berliner Band mit einem internationalen, sophisticated-versierten Sound, der zeitlos und höchst popkulturell informiert klingt. Songschreiber Volker Neumann (Gesang, Gitarre, Keys), Alex Dall (Bass), Michael Thiede (Gitarren) und Jens Völker (Drums) sind diese Band aus Freunden, die den Traum vom gemeinsamen Musikerleben zusammen träumen. 

Die Instrumentierung ist wohl austariert – ein fast krautiger Beat treibt den Song ständig nach vorne, Kaskaden aus Synthesizern führen durch die Soundlandschaften und eine sparsam eingesetzte Gitarre verleiht den Track zusätzliche musikalische Finesse. 

Die meisten Tracks umweht ein Hauch von New Order, ein Nicken in Richtung Damon Albarn, Vocoder-Einsätze und Backing-Chöre, an denen Electric Light Orchestra’s Jeff Lynn seine Freude hätte: Aus dem Arrangement strahlt eine tiefe Liebe zum englischen Songwriting. Dabei bleibt TBOTEOF in ihrem Style stets eigen und bei sich, gewachsen durch ein Leben bestimmt von Musik.

Kai Pond ist nach Music die zweite Single des neuen Albums Out Of Time, dass Anfang September erscheinen soll. 

Über den Song heißt es im Pressetext: 

„Koi Pond ist ein warmer, positiv melancholischer Song u.a. über das Besinnen auf die vermeintlich kleine heile Welt der Liebe und häuslichen Geborgenheit. Ein Song über die Jugend, das Aufwachsen und Älterwerden, die erste Liebe,Familie und die Freude über das Leben an sich mit all seiner Vergänglichkeit.“

Der Song spielt mit einer artifiziellen Stimmung, die bei der Schussfahrt in den Refrain alles Zurückhaltende verliert und sich in glänzenden, hüpfenden Discosound verwandelt. Inhaltlich steht der Song ganz in der Tradition gesellschaftskritischen Songwritings – wie es Blur mit Country House vorgemacht haben, nur keinesfalls rüpelhaft und von einer Eleganz, die mehr an The Divine Comedy oder Prefab Sprout erinnert.

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Kwesi Foraes – Detroit

Krishna Ra Briggs, bekannt als Kwesi Foraes, ist ein amerikanischer Singer-Songwriter, der in Bellflower, Kalifornien geboren wurde und in Los Angeles lebt. Mit 22 Jahren veröffentlichte er seine selbstproduzierte Debüt-EP 27, die er innerhalb eines Monats in einem Metal-Studio in Laguna Hills, Kalifornien, aufnahm. Die EP erregte die Aufmerksamkeit diverser überregionaler Publikationen und erhielt Lobeshymnen u.a. von Ray Colbert (ehem. Manager von Amy Winehouse) und dem Managementteam von Damien Rice.

Nun hat Kwesi Foraes nach sieben Jahren eine zweite Veröffentlichung produziert. Seine brandneue Single Detroit (The Thread) soll Teil eines neuen Projekts namens Trinity sein.

Im Pressetext zur aktuellen Single heißt es: 

Auf Detroit verschiebt Kwesi Foraes erneut die musikalischen Grenzen und erreicht dadurch wieder wunderschöne neue Tiefen. Der Titel beginnt mit schönen Streichern, die an eine klassischere Ära erinnern, und verschmilzt dann mit einer üppigen und dissonanten Gitarrenlinie, die dem modernen R&B-Vibe Platz macht, den Foraes in- und auswendig kennt. Das Verlangen und Knacken in seinem Gesang ist eine kraftvolle Waffe, die perfekt mit der schweren und eindringlichen Instrumentierung harmoniert.

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Von Veröffentlicht am: 02.07.2023Zuletzt bearbeitet: 02.07.20231518 WörterLesedauer 7,6 MinAnsichten: 882Kategorien: News, Streams, VideosSchlagwörter: 0 Kommentare on The End of Travelling – Vol. 103
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Über den Autor: Richard Kilian

"Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik" Wer mit Stephen King, Charles Bukowski, Andrew Vachss und Elmore Leonard sowie Marillion, Cigarettes after Sex, Motorpsycho, The Jayhawks, Sufjan Stevens, Rush und God is an Astronaut etwas anzufangen weiß, der ist bei mir richtig.

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