Musik begleitet uns ständig, dient uns als geistiger und körperlicher Motivator, zur Entspannung im Hintergrund oder wenn wir uns bei der Arbeit konzentrieren müssen. Musik gehört zu so vielen Tätigkeiten im Alltag einfach dazu, doch wohl zu keiner so sehr wie zu sportlichen Aktivitäten. Doch Musik wird nicht nur beim alltäglichen Training gerne genutzt, sondern erweckt auch ganze Stadien zum Leben und unterstützt und untermalt die einzigartige Stimmung in besonderen Momenten der Sportgeschichte.

Da es längst nicht nur mehr bei Profi Sportlern sehr beliebt ist, sich während des Trainings durch Musik unterstützen zu lassen und immer mehr Anbieter auch ganze Playlisten für die Trainingssessions in bestimmten Kategorien erstellen, haben sich in den letzten Jahrzehnten bestimmte Lieder zu bestimmten Sportarten herauskristallisiert. Ob diese Lieder uns nun den richtigen Rhythmus angeben oder einfach motivieren soll – Musik und Sport gehören einfach zusammen. Auch bei großen Events sowie bei oder vor Wettbewerben und wichtigen Spielen hat diese Kombination längst Anklang gefunden.

Denke doch nur an die beliebten Fußballhymnen, die von den Fans auf den Rängen gesungen werden, um ihre Lieblingsmannschaft und ihre favorisierten Spieler zu unterstützen. Oder an die Musikeinlagen, die es häufig in den Pausen von Basketball Spielen gibt. Auch Siegerehrungen erhalten erst durch die Hintergrundmusik eine ganz besonders feierliche Stimmung. Manche Songs sind hierbei zu regelrechten Sport-Hymnen in die Geschichte eingegangen. In diesem Artikel werden wir euch ein paar der größten Hymnen aus dem Sportbereich vorstellen und euch erklären, wieso diese Hymnen so gut zu ihrer Sportart passen.

Warum Musik und Sport so gut zusammenpassen

Bevor wir euch die größten Sport-Hymnen unserer Zeit vorstellen, gehen wir noch einmal kurz darauf ein, was eine Sport-Hymne eigentlich ist und was sie so besonders macht. Eine Hymne bezeichnet im Grunde genommen eine Art von feierlichem Lied, welches in der Antike noch dazu diente, Gottheiten oder Helden zu lobpreisen. Heute begleiten uns solche Hymnen viel mehr, um die eigene Nation zu feiern oder um besondere Momente in allen möglichen Bereichen zu zelebrieren oder zu ehren, – beispielsweise den Sportsgeist. Doch wieso haben Hymnen überhaupt so eine feierliche Wirkung auf uns?

Es ist ja bereits wissenschaftlich nachgewiesen, dass Musik die Leistung eines Sportlers um 15 Prozent erhöhen kann. Kein Wunder also, dass die beiden Themenbereiche so gut zusammenpassen. Die richtige Musik regt einen zur Bewegung an, kann einem beim Tanzen oder für bestimmte Übungen einen Rhythmus vorgeben oder ganz bestimmte Gefühle im Hörenden auslösen. Sie kann unsere Stimmung nicht nur wiedergeben, sondern auch beeinflussen, da sie bestimmte Glückshormone in unserem Körper auslöst. Gerade motivierende Musik, die unseren Kampfgeist antreibt, ist deshalb beim Sport sehr beliebt. Doch sobald eine ganze Horde an Menschen zum Singen anstimmt, erlangt Musik noch einmal einen ganz anderen emotionalen Einfluss auf uns. Vor allem, da eine Hymne mit dem passenden Text und einer guten Melodie für eine feierliche Stimmung sorgen kann, die die Menschen bei einem sportlichen Ereignis daran erinnert, dass sie in diesem Moment als Team ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Was eine Sport-Hymne ausmacht

Eine Sport-Hymne dient vor allem zur mentalen Einstimmungen bei großen Sport-Events. Eine Sporthymne sollte Begeisterung, Stolz und Teamgeist ausdrücken, aber auch die Verehrung zum Sport zeigen. Sport-Hymnen lösen in uns außerdem ein ganz besonderes, feierliches Gefühl von Zusammenhalt und Gemeinschaft aus. Das kommt vor allem in den Momenten zum Tragen, in denen mehrere Personen auf einmal Singen, um so ihrer Liebe zum Sport Ausdruck zu verleihen, aber auch, um sich – oder eben als Fan die Sportler – mit Hoffnung zu erfüllen und dazu antreiben, sich anzustrengen und nicht aufzugeben. Nicht wenigen treiben diese Momente schon eine Gänsehaut ein. Kaum eine Musik schafft es so sehr Menschen zu verbinden, wie es eine Sport-Hymne zu tun vermag.

Tradition und Kampfgeist in einer Hymne vereint

Wie bereits erwähnt, gibt es viele verschiedene Hymnen, die in der Geschichte des Sports bekannt sind und als besonders großartig gelten. Ganz besonders einprägsam ist der Haka des neuseeländischen Rugby-Teams, der mit einer Mischung aus Tanz und motivierenden Gesängen das perfekte Beispiel dafür ist, wie eng Musik und Sport miteinander zusammenhängen.

Beim Haka geht es aber um mehr, denn er ist eine alte Tradition, die bei den Neuseeländern Einzug gefunden hat. Ursprünglich ist es ein Ritualtanz der Māori, der den Gegner zum Kampf herausfordert. Heutzutage wird er aber auch verwendet, um anderen zu ehren, beispielsweise bei Hochzeiten oder anderen Events. Beim Sport dient er eher dazu, sich selbst als Team zu motivieren und gleichzeitig den Gegner einzuschüchtern. Dazu benötigt es viel Rhythmus Genauigkeit und Intensität in den einzelnen Bewegungen, Gesängen und in der Mimik. Bereits seit dem Jahre 1888 ist dieser Tanz ein fester Bestandteil der New Zealand Natives und immer ein ganz besonderer Hingucker.

Die bekannteste Box-Hymne überhaupt

Ein weiterer Klassiker in der Welt, die Musik und Sport vereint, ist der Rock Klassiker „Eye of the Tiger“ der Band „Survivor“. Wir alle verbinden diesen Song vor allem mit der Sportart Boxen. Das ist auch kein Wunder, denn der Song wurde extra passend für diesen Sport geschrieben und der Drum Beat des Songs soll sogar die Schläge des Boxers imitieren. Zu verdanken haben wir dies zum einem dem 1982 erschienenen Film „Rocky III – Das Auge des Tigers“ und zum anderen dem philippinischen Boxer Manny Pacquiao. Dieser stieg mit diesem Lied nämlich in den Ring und verschaffte sich mit Weltmeistertiteln in sieben Gewichtsklassen die Bezeichnung als einer der besten Boxer seiner Zeit.

Der Film Rocky ist ergänzend dazu der wohl beliebteste und bekannteste Boxfilm überhaupt. Rockys Schauspieler Sylvester Stallone bat die Band „Survivor“ damals sogar persönlich um ein Titellied zum dritten Film, da ihm der Vibe ihres Liedes „Poor Man’s Son“ gefallen hatte und etwas Ähnliches suchte, das Rocky Balboas Werdegang musikalisch untermalen sollte. Die Band kam seinem Wunsch gerne nach und arbeitete eng mit Stallone zusammen, um dessen Wünsche umsetzen zu können. Der Song passte jedoch nicht nur zum Film und zum Thema Boxen, sondern toppte auch sämtliche Charts.

Die berühmteste Hymne der Fußballgeschichte

Es besteht kein Zweifel, dass die größte Fußball-Hymne aller Zeiten “You’ll Never Walk Alone” lautet. Liverpool-Fans sowie Dortmunds Südtribüne und St. Pauli-Anhänger singen sie vor und während des Spiels. Die Hymne gehört genauso zu den genannten Vereinen wie Fußballwetten auf Plattformen wie 888Sport oder die Bratwurst und Bier im Stadion. Ursprünglich stellte das von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein erschaffene Lied das Finale des Musicals „Carousel“ dar, doch nach Frank Sinatra und anderen erfolgreichen Künstlern, machte 1963 die Liverpooler Beatgruppe „Gerry & the Pacemakers“ eine Coverversion des Stückes, welche seitdem als offizielle Stadionhymne des FC Liverpool gilt. Danach wurde sie noch oftmals gecovert und auch von anderen Mannschaften verwendet, weshalb diese Hymne stets mit dem Sport Fußball in Verbindung steht.

Die Mutter aller Olympia-Hymnen

1988 brachte die Sängerin Whitney Houston den Song “One Moment in Time” heraus. Schnell wurde das Lied zu einem Nummer-eins-Hit und erschien auf dem Album „One Moment in Time: 1988 Summer Olympics Album“. Der Song gilt noch immer als eine der bekanntesten Olympia-Hymnen. Dabei diente er ursprünglich lediglich als Begleitmusik für Medaillenverleihungen auf dem größten Sportereignis der Welt. Doch er war so beliebt, dass er noch immer gerne als Hintergrundmusik für besondere Sportmomente eingesetzt wird und häufig als „Mutter aller Olympia-Hymnen“ bezeichnet wird.

Fussball-Hymne

Fangesang beim Fußball
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Die ultimative Hymne zum Sieg

Eine Hymne, die auch am meisten mit dem Fußball als mit einer anderen Sportart verbunden wird und in unserer Auflistung nicht fehlen darf, ist die Siegeshymne “We Are The Champions“ von „Queen“. 1977 veröffentlicht, erklang dieser positive Song nach dem Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft. Und auch heute wird er noch gern für solche Siegesmomente genutzt, um nicht nur die Spieler, sondern auch die begeisterten Fans zu feiern und zu ehren. Übrigens schrieb Freddy Mercury diesen Song damals in dem Wissen, dass das Publikum mitsingen würde. Zwar waren seine Band Kameraden dieser Vermutung gegenüber zunächst skeptisch gewesen, doch Mercury sollte recht behalten und brachte mit dem aufbauenden Lied “We Are The Champions“ ganze Zuschauermassen zum Singen. Daher eignet er sich auch heute noch perfekt als Fangesang und ertönt aufgrund seiner großen Beliebtheit immer wieder aus den Rängen der Fußballstadien.

Unsere Auflistung hat gezeigt, dass Sport und Musik einfach zusammengehören. Sieht man sich die Energie an, die bei den genannten Hymnen entsteht, wenn sie bei großen Events zum Wirken kommen, dann hört man schnell, warum gerade diese Lieder zu den größten Sport-Hymnen aller Zeiten wurden. Sie scheinen es zu schaffen, dass ein großer Moment noch viel größer und ehrfürchtiger wird. Sport-Hymnen gehören einfach genauso zu den großen Sportevents wie ihre Sportler und Fans, weil sie eine ganz besondere Atmosphäre schaffen und ein Symbol langer Traditionen und Respekt den Sportlern gegenüber darstellen.