Im Black Metal wurde im Laufe der letzten 35 Jahren eine Menge ausprobiert. Musikalisch, wie auch thematisch ist die Richtung mittlerweile verdammt breit aufgestellt, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Schwierig ist es geworden, neue Akzente zu setzen.

FLESIA aus Leipzig versuchen tatsächlich neue Wege zu gehen, besteht die Besetzung der Band aus Gesang, Schlagzeug und Bass. Moment, fehlt da eine Gitarre in der Aufzählung? Nein, denn FLESIA schaffen es in dieser Dreierbesetzung ein derartiges Feuerwerk zu entfachen, sodass eine Gitarre nicht fehlt. Möglich machen dies ein Bass sowie zwei Gitarren-Amps, die mit verschiedenen Effekten angespielt werden. Dazu gibt es meist Blastbeats auf dem Schlagzeug und von tiefen Growls bis zu spitzen Schreien alles, was das schwarze Herz begehrt, und Texte in deutscher Sprache.

Niemals hätten wir uns vorstellen können, dass aus unserem ersten Versuch, einen Bass als Hauptinstrument für Black Metal einzusetzen, ein Album entstehen würde. Von den ersten einfachen Versuchen über das Hinzufügen von Verstärkern und Pedalen, das Ändern von EQ-Einstellungen und das Umarrangieren vieler Kompositionen, kamen wir zu dem Punkt, an dem wir unsere erste LP aufnahmen. All diese Songs präsentieren eine rohe, lofi und vor allem andere Perspektive auf modernen Black Metal und wir könnten nicht glücklicher sein, dies endlich als Gesamtkunstwerk zu präsentieren.

Wir haben die Ehre dieses Stück schwarzen Stahls als erstes auf die Menschheit loszulassen. Trost wird am 01.10.2021, kommenden Freitag, erscheinen und neun Songs in knapp 34 Minuten bieten.

Titelbild: FLESIA | (c) Max Deckwerth

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