The End of Travelling – Vol. 91

The End of Travelling – Vol. 91

Mit der unregelmäßigen Serie der The End of Travelling-Listen möchte ich Euch auf Spannende neue Songs, die vor allem über die Musik-Promotion-Plattform SubmitHub, meist direkt von den Künstler:innen selbst, veröffentlicht worden sind, aufmerksam machen.

Also Kopfhörer aufsetzen, Augen schließen und ganz entspannt zurücklehnen …

Trash PalsBOZO

Das Indie-Pop-Duo Conor Rayne und Gabe Schnider von Trash Pals sind beide Mitglieder der Band Basstracks und der Begleitband von Jon Batiste. Ihr starkes Songwriting und solide Keyboard-Parts prägen die eigenen Tracks nachhaltig.

Nach der ersten Single Dinner at Sadie’s, einem gedämpften Bass-Forward-Track, der vor Sehnsucht nach dem Treffen, an das wir uns alle erinnern, erzählt, kommt nun die zweite mit Spannung erwartete Single des Duos. Zusammen mit J Grabes (NOFX, Mark Ronson, Aloe Blacc) am Mischpult, machten die beiden einen sanften Bop-Indie-Track auf hohem Niveau.

BOZO handelt von einem Pantomimen, der sich weigert, seinen Auftritt zu unterbrechen, obwohl ihm ein Messer ins Bein gerammt wurde. Sein Publikum hofft, dass er sich um seine Wunde kümmert, aber der Pantomime ignoriert sie und denkt sich stattdessen tiefer in seine Fantasie-Welt ein.

Das Lied ist eine Metapher für das Loslassen der narrativen Denkweise, die nur durch Maskierung aufrechterhalten werden kann. Für 2024 ist eine EP des Duos angekündigt.

Kimberley MacGregorSay You’ll Wait

Die aus Edmonton, Alberta stammende kanadische Sängerin Kimberley MacGregor braucht lange bevor Sie ihren Bank-Job quittierte und sich ganz der Musik verschrieb. Erst 2013 brachte sie ihre eigenen Songs auf Platte und eroberte eine ganz neue Welt für sich.

Seitdem hat sie drei Alben veröffentlicht und wurde sowohl bei den Edmonton Music Awards 2015 als auch 2016 als Künstlerin des Jahres ausgezeichnet.

Sie komponiert liebevolle und leidenschaftliche Songs, die das Herz der Hörer:innen bewegen, Ihre Meinung ändern und Ihre Füße stampfen lassen. Musikalisch bewegt sie sich problemlos zwischen Blues, Folk und Rock, wobei Sie ihre Stärke, Verletzlichkeit und Seele in die Musik legt.
Die aktuelle Single Say You’ll Wait ist die erste B-Seite-Veröffentlichung aus ihrem dritten Album Sitting, With Uncomfortable Feelings. Eine getragene Ballade, die sehr starke Gefühle transportiert. Das wunderbare Video hat Heather Hatch mit Animationen von Jonathan Pelster produziert. Die Handlung ist die verbildlichte Kurzgeschichte You Used To Call Me Marie von Tai Amy Grauman.

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Lucy ClearwaterWe’re Not Happy

Die Indiefolk-Singer-Songwriter, Multi-Instrumentalistin und Produzentin Lucy Clearwater, die in Los Angeles, Kalifornien und Berlin lebt, wurde in einer Badewanne in einer Keksfabrik in Nordkalifornien geboren. Seit sie 2016 nach Los Angeles gezogen ist, hat sie eine Handvoll Singles und ihre 6-Track-EP Feel Again veröffentlicht.

Während ihrer ersten von drei internationalen Solo-Tourneen entwickelte Lucy eine Affinität zur deutschen Sprache, und als die Welt 2020 während der Corona-Pandemie geschlossen schien, beschloss sie, diese Sprache als Quarantäne-Hobby wieder aufzunehmen. Ein Jahr später hat die Sängerin fast ein Dutzend Songs auf Deutsch geschrieben, selbst produziert und beginnt nun mit der Veröffentlichung ihres deutschen Albums Augenlieder.

Zusätzlich zu diesen Abenteuern ist sie eine Hälfte des Indie-Folk-Duos LININ, dass im April 2022 sein Debüt gab. Als Naturliebhaberin, alte Seele und Weltreisende sind ihre Songs unglaublich emotional, verletzlich und bewegend Menschen aus allen Lebensbereichen. Die neue Single We’re Not Happy ist eine traurige Ballade über das unsterblich Verliebtsein.

Im Songtext heißt es: „I want you so badly. I love you, but we’re not happy.“ / „Ich will dich so sehr. Ich liebe dich, aber wir sind nicht glücklich.
Auf dem Track hat Lucy Clearwater alle Instrumente (außer Cello) geschrieben, produziert und eingespielt. Ein Song für einen bewölkten Tag, um allein im Auto zu weinen und all die Gefühle zu spüren.

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Alexandra Stréliski The Breach

Als Künstlerin polnisch-jüdischer Herkunft, die zwischen Paris und Montreal aufgewachsen ist, debütierte die Pianistin Alexandra Stréliski 2010 mit ihrem selbstveröffentlichten, von der Kritik gefeierten Album Pianoscope. Das Album ist „sowohl von Melancholie als auch von Licht durchdrungen und unterscheidbar durch seine Einfachheit, seine Sensibilität und Weichheit“ (The Telegraph UK). Es war zudem für sie der Türöffner zu Produktionen wie Jean-Marc Vallées Filme Dallas Buyers Club (2013) und Demolition (2016) sowie den Trailer der gefeierten HBO-Serie Big Little Lies (2017).

Jean-Marc Vallée ermöglichte es auch, dass Stréliskis Musik während der Oscar-Verleihung 2014 zu hören war, brachte dadurch ihre Streaming-Zahlen auf fast 15 Millionen und ließ sie in den letzten Jahren ausverkaufte Konzerte beim Montreal International Jazz Festival spielen.

Ihr zweites Album Inscape wurde im Herbst 2017 im Studio PM in Montreal aufgenommen und ist das Werk einer Künstlerin, die sich nicht um Konventionen kümmert. Produziert von Alexandra Stréliski selbst und Maxime Navert (der auch Pianoscope co-produzierte), bestand der Versuch darin, eine gewisse emotionale Leere zu füllen, einen kreativen Drang, der die Zuhörer:innen zu einer Form verlorener Aufrichtigkeit zurückführt.

Die aktuelle Single The Breach fängt ihren zarten und doch direkten Stil erneut ein, der durch die schnellen Fingerspitzen, die eine zum Nachdenken anregende Kulisse schaffen, verkörpert wird. Die Single und das Video sind ebenso wie das neue Album Néo-Romance über Sony Masterworks/XXIM veröffentlicht worden.

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Von Veröffentlicht am: 16.04.2023Zuletzt bearbeitet: 16.04.2023883 WörterLesedauer 4,4 MinAnsichten: 558Kategorien: News, Streams, VideosSchlagwörter: 0 Kommentare on The End of Travelling – Vol. 91
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Über den Autor: Richard Kilian

"Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik" Wer mit Stephen King, Charles Bukowski, Andrew Vachss und Elmore Leonard sowie Marillion, Cigarettes after Sex, Motorpsycho, The Jayhawks, Sufjan Stevens, Rush und God is an Astronaut etwas anzufangen weiß, der ist bei mir richtig.

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