John Talabot – Fin
John Talabot ist ein unbeschriebenes Blatt. Als Electro-Torero Spaniens hisst er die roten Tücher vor den 08/15 Techno und liest den Indietronicern dieser Jahre die Leviten. „Fin“ ist brav, aber geht tief unter die Haut. Die Beats vibrieren im Hirnschmalz und insbesondere „Destiny“ ist das, worauf wir seit Caribou gewartet haben. Eso es una variedad muy buena para todos los fanáticos del techno alternativo. – ¡muchas gracias, John!

 

 

 

Totally Enormous Extinct Dinosaurs – Trouble
Uff, hier hört man das Steinzeit-Säugetier auch wirklich stampfen. Orlando Higginbottom, glücklicherweise nur unter seinem Pseudonym Totally Enormous Extinct Dinosaurs bekannt, legt hier ein Debütalbum vor, was sich nicht so recht zwischen Deep-House und Minimal entscheiden kann. Dabei kommt ihm eindeutig seine unglaublich sanfte Stimme zu Gute. „I’m always searchin’ lookin’ under my bed, even though, even though you said goodbye!“ – Großartig!

 

 


Phon.o – Black Boulder

Spätestens nach „The 2nd Law“ von Muse ist Dubstep endgültig zum Schimpfwort geworden. Da muss man sich also stark auf Klassiker, wie z.B. Burial, konzentrieren. Jetzt gibt es aber ein neues Schlagwort: Phon.o. Wie könnte es anders sein: Carsten Aermes ist niemand geringeres als ein enger Bekannter und ehemaliger Mitmusiker von Apparat. Hier trifft Dub auf okkultes Layout und mit hoher Wahrscheinlichkeit hat Phon.o in seiner Kindheit fein das „Original Pirate Material“ von Mike Skinner gehört, denn Grime-Beats sind sein A und O.

 

 

Miike Snow – Happy To You
Wer kann sich dafür verantwortlich fühlen, dass Jennifer Lopez, Depeche Mode und Madonna langanhaltende Erfolge feiern? Nur die Künstler selber, aber Miike Snow, das schwedische Elektropop-Duo, ist auch für seine Mitarbeit an der Produktion dieser großen Namen bekannt. Wenn es dann also auf einmal ein neues Album regnet, das Musikvideo bombastisch ist und Andrew Wyatt Singer-Songwritertum mit Autotune verbindet, dann steht die Zeit kurz still. „Happy To You“ ist zwar ziemlich sauber gemischt, aber da bleibt eindeutig der freiheitliche Zeitgeist der Elektro-Musik erhalten.

 

 

Kindness – World, You Need A Change Of Mind
Wer ist Kindness und wo kommt dieser langhaarige, düstere Nerd her? Ja, natürlich aus Berlin und London, den Herzfrequenzmetropolen für four on the floor’s. Adam Bainbridge ist allerdings eigentlich Maler. In der Kunst verbindet er antike Systeme mit modernen Möglichkeiten und in der Musik gelingt ihm gleichwertiges. Er verbindet Funk mit Psychedelic und treibt es in die elektronische Schublade. Das Album wurde zwar mit Police verglichen, so weit wage ich aber nicht zu gehen, denn dieser Lebenskünstler hatte mit Sicherheit das Ziel nur er selbst zu sein.

 

Aus datenschutzrechlichen Gründen benötigt SoundCloud Ihre Einwilligung um geladen zu werden. Mehr Informationen finden Sie unter Datenschutz.
Akzeptieren

Schreibfehler gefunden? Sag uns Bescheid, indem Du den Fehler markierst und Strg + Enter drückst.