Elena Rud wohnt, genau wie ihre vierköpfige Band (die sie liebevoll ihr Rudel nennt), in München. Zusammen produzieren sie innovative und tanzbare Popmusik, bei der Elenas markante, raue Stimme im Mittelpunkt steht, eingerahmt von Sounds aus Indie-Rock und Synth-Wave.

Dieser Song hat nichts mit Rache zu tun. Viel mehr mit Resonanz. Von einem unbeliebten Teenager zum anderen. Für alle die immer vergessen wurden. Als letzte zum Sport gewählt wurden und sich viel zu lange wie der Plan B gefühlt haben. Mit 15 wollte ich nicht leben. Aber ich bin immer noch da. We are all right here. “i am right here” ist keine Tragödie, sie ist ein Neubeginn.

Elena Rud

In ihren poetischen Texten thematisiert Elena Body Dysmorphia, Anxiety, Sexismus und toxische Beziehungen. Diese Enttabuisierung nennt sie „Melancholic Love Shit“ und spricht damit den Weltschmerz ihrer Generation aus – zwischen Fremd- und Selbsthass, Körperbildproblemen und Angstzuständen. Dabei stärken die vier Jungs in ihrer Band nicht nur ihr den Rücken, sondern wehren sich auch gegen die toxischen Ideale, an denen sie selbst in unserer Welt gemessen werden – für mehr Schwäche, Unsicherheit und Glitzer-Makeup anstatt Dominanz, Unterdrückung und Aggression.

So deprimierend das zuerst klingen mag, ist Elena Rud keinesfalls hoffnungslos. Im Gegenteil: das Auftreten ist selbstbewusst, ihre Message empowernd: Wir alle haben diese Probleme, lasst uns endlich darüber reden. Let’s be Rud together.

Titelbild: Elena Rud | (c) Elena Rud facebook.com

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