Die aus Toronto stammende Keyboarderin Kelly McNulty stand bei den Great Lake Swimmers nie im Vordergrund, denn da war nur Platz für Bandleader und Sänger Tony Dekker, der maßgeblich alle Songs schrieb. Dennoch hat sie mit unauffälligem aber stets präsentem Klavier- und Keyboardspiel so manchen Song veredelt.

Aus diesem künstlerischen Hintergrund, in dem viel Schönes und Kreatives entstehen kann, tritt Kelly McNulty nun mit ihrem Solo-Projekt Good Fortune heraus und veröffentlicht ein selbstbetiteltes Debüt-Album, das seine Grazie und seine Schönheit aus den harmoniegetragenen Melodien der 60er und 70er Jahre zieht und an die kanadische Gesellschaft angepasst mit zweisprachigen Texten versehen ist.

Zusammen mit dem Produzenten, Ton-Techniker und Bassisten Scott McCannell sowie Gitarrist James Taxlor und Schlagzeuger Jon Hyde ist ein außergewöhnlich beschwingtes und immer melodisches, verträumtes Album entstanden. Eine kompromisslos bunte Mischung aus Lo-Fi, Surf-Rock und Electro-Psychedelic, die an manchen Stellen schon offen an französischen Chansons erinnert. Da passt es auch gut, dass Kelly McNulty bei mehreren Songs französische Texte verwendet.

Nach der Debüt-Single Feelin it, erscheint nach Mon Coeur und I know mit Island of Hope die dritte Single des Albums. Ein Track der mit schepperndem Schifferklavier, einem dezenten Basslauf und schönen Harmoniefolgen. Passt gut ins Radio und zielt auf die gleiche Hörerschaft wie Aldous Harding, mit der Kelly McNully auch gesangliche Ähnlichkeiten aufweist.

Der Song gehört auf jede gut sortierte Playlist für Weltenbummler:

Titelbild: Good Fortune | (c) Good Fortune

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