Es gibt Momente da birgt der eigene Bandname etwas Tragisches in sich.

Beau Velasco, Gitarrist und Co-Songwriter der Band The Death Set wurde am 27.09.2009 in seinem eigenen Studio in New York tot aufgefunden. In ihrem Glauben bestärkt, Beau hätte sich gewünscht, dass The Death Set auch nach seinem Tod ihre Daseinsberechtigung haben würden, musizierten Johnny Siera und Daniel Walker ab jenem Tag nur noch zu zweit.

Ihr zweites Album Michel Poiccard versteht sich zu großen Teilen als Huldigung an das Leben von Beau und seinen Einfluss auf die Band.

Der Erfolg sollte den beiden recht geben die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Nicht nur Veröffentlichungen auf EDM Star-DJ, Steve Aokis Label Dim Mak Records, sondern auch diverse Songs der beiden fanden sich auf Soundtracks und in Videogames wieder. Aoki, der selbst in früheren Jahren bei Screamo-Kapellen wie This Machine Kills oder The Fire Next Time sang, beziehungsweise Gitarre spielte, erkannte die Gunst der Stunde indem er den enormen Spaßfaktor der Musiker förderte. Sozusagen eine Verknüpfung seiner musikalischen Vergangenheit und dem Party-Potenzial der eigenen DJ-Sets. Ein Blick auf Fotos von Death-Set-Konzerten bringt genau dieses Potenzial auf den Punkt. Du bekommst hier genau das geboten wofür du bezahlt hast. Eine Menge Schweiß, Stagedives, Moshpits, und alles in einem knochentrockenem Höllentempo serviert, dass dir förmlich die Spucke wegbleibt. Selbstbeschreibend spielen sie eine Mischung aus Art-Punk, Funk, Rap und krachenden Synthesizer-Spitzen.

Bis 2011 spielten Johnny und Daniel circa fünfhundert über den Erdball verteilte Konzerte, traten als Tour-Support der Beatsteaks auf, bevor sie für knapp zehn Jahre von der Bildfläche verschwanden.

Aber manchmal kommen sie wieder. Vergangenheit scheint Vergangenheit und Zukunft heißt Zukunft. Die Frage ob die Band in ihren Prinzessinnenschlaf an Power eingebüßt hat, nein, ganz im Gegenteil. Verstreute bereits der erste Vorabtrack zum kommenden Album, Elefant, gehörige Party-Vibes und gute Laune, setzt nun No Where Is Here noch einen drauf. Der knapp zweiminütige Smasher ist die Antwort auf eine Art Gefühl des nirgendwo hingehens und egal wie beschissen die Situation auch sein mag, du dich nach draußen graben solltest, genau an diesem Punkt. Konzert-Filmer Torsten Meyer überließ der Band stundenlanges Filmmaterial und in Summe zeigt der Videoclip einen nostalgischen Blick auf die DIY-Szene New Yorks von 2006-2010.

This Charming Man Records, 2011 von Christian Weinrich gegründet, schickt sich nun an das neue, vierte Album der wilden Zwei in europäischen Gefilden zu veröffentlichen. Christian arbeitet zusätzlich noch bei Green Hell Records und spielte, wie könnte es auch anders sein, selbst bei guten Szene-Bands wie Enfold und The Now-Denial Schlagzeug.

Im groben Spannungsfeld zwischen Punk, Hardcore und Metal durften sich bislang vorwiegend lokalere Bands über ein Release bei TCM freuen.

Das 13 Tracks umfassende Machwerk wird unter knallenden Sektkorken und sich entladenden Glitzerkanonen ab dem 10.09.2021 Jagd auf seine Partygäste machen. Jeder einzelne Song wird mit weniger als drei Minuten die Subwoofer und Bühnen in und außerhalb Brooklyns zum vibrieren bringen. Party on! Hier könnt ihr das Album vorbestellen.

Titelbild: The Death Set | (c) CZ Promotions

Schreibfehler gefunden? Sag uns Bescheid, indem Du den Fehler markierst und Strg + Enter drückst.