Wieder einmal handelt es sich beim bevorstehenden, neuen Album von Tübingens Hysterese um ein selbstbetiteltes Album, welches nun nach drei Jahren Abstand zum Vorgänger erneut über das Münsteraner Label This Charming Man Records das Licht der Welt erblicken wird.

Was sich auf dem letzten, selbstbetitelten Album von 2018 bereits andeutete, wurde von Hysterese auf dem neuen Longplayer weiter fortgeführt, indem erneut neue musikalische Einflüsse aufgegriffen wurden und veränderte Herangehensweise für das Songwriting umgesetzt wurden.

Die geteilten Leadvocals von Helen und Moritz, auf früheren Album durchaus ein Markenzeichen von Hysterese, treten weiter in den Hintergrund, da Sängerin/Gitarristin auf den neuen Stücken mehr und mehr die Rolle der Leadsängerin einnimmt. Zudem gibt es weniger Stakkato-Gitarrenlinien und vermehrt offene Stimmungen die von Moritz‚ Gitarren und Gesangsmelodien flankiert werden. Außerdem ist eine neue Bassistin zur Band gestoßen, die zusammen mit den präzisen Grooves von Drummer Kai den leicht düsteren, intelligenten und energiegeladenen Songs den letzten Schliff gibt.

Man darf von den Tübinger:innen also wieder einmal mehr erwarten, als ein typisches „1-2-3-4-Punkrock-Album“.

Wer sich in einer Soundmelange aus The Wipers, alten Descendants und Blondie– oder Billy Idol Songs wohlfühlt, der/die sollte hier unbedingt ein Ohr riskieren und sich von Hytereses eigenständigen und kraftvollen Punkrock-Songs begeistern lassen.

Meltdown ist ein Duett im klassischen Hysterese-Stil (und damit das einzige auf dem Album). Die Männerstimme beweint den Umstand seit Jahren nicht weinen zu können und die Frauenstimme schüttelt den Kopf über die Blockade.

Hysterese
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Titelbild: Hysterese | (c) Florian Kehbel 

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