Okay, Bye sind ein Pop-Punk Duo aus Exeter (die Stadt scheint eine gute Basis für Pop-Punk Bands zu sein, siehe Muncie Girls) und haben Anfang des Jahres via Schädelbruch Platten ihre ersten beiden EPs als 12‘‘ veröffentlicht.

Somit besteht die Platte aus zwei EPs (Personal Hell + Okay, Bye). In Summe sind das elf Songs aufgeteilt auf gute 30 Minuten. Eingängiger Pop-Punk der nicht nur nach Gefühlen klingt, sondern diese in die Haut brennen lässt.
Das Duo, bestehend aus Gitarristin und Sängerin Grace und Bassist und Sänger Tom, beweist ein gutes Gespür für Melodien und Songwriting, wie sonst lassen sich diese elf Lieder erklären, die einen ab der ersten Sekunde in den Kopf von Grace mitnehmen, um dort all die Zweifel und Fragen, Sorgen und Ängste miterleben zu dürfen, die die Sängerin so umtreiben. Es geht um falsche und stereotype Erwartungen, um das Gefährliche bei Vergleichen, um das Problem der erwarteten Produktivität im Kapitalismus und die Auswirkungen auf das eigene Ich. Personal Hell handelt auch von Freundschaft und der eigenen subkulturellen Blase verbunden mit einer persönlichen Lethargie, weil es manchmal einfach zu viel ist und der Wunsch sich zu vergraben groß ist, weil einfach alles unerträglich ist.

Okay, Bye haben es geschafft, mich von ihrem catchy Pop-Punk zu überzeugen. Denn trotz, oder vielleicht auch deswegen, der ganzen traurigen Themen, steckt in Personal Hell unfassbar viel Liebe und Sehnsucht.

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