Thomas Billstein (Pseudonym) hat vor einigen Jahren den Twitter-Kanal Kein Vergessen eröffnet, auf dem er an Opfer rechtsextremer Gewalt erinnert und die Morde dokumentiert.

Das Interesse an dem Kanal ist so groß, dass er sich nun dazu entschieden hat, diese Erinnerung und Dokumentation in Buchform zu veröffentlichen. In seinem Vorwort begründet er seinen Entschluss folgendermaßen: „Als Mahnung über das Geschehene, aber auch im Sinne der Erinnerung und Ehrung für einzelne Menschen, die ihr Leben so sinnlos verloren haben.“

Das Buch Kein Vergessen führt die „Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland nach 1945“ (so auch der Untertitel des Buchs) auf, entstanden ist eine Dokumentation die sich über mehr als 300 Seiten streckt, wobei jede Seite eine Seite zu viel ist. Es ist ein Buch, das nachdenklich und traurig macht. Ein Buch das schockiert und aufwühlt. Ein Buch, das erinnert und gedenkt und gleichzeitig aufzeigt, wie groß die Gefahr ist, die von Rechtsextremen ausgeht. Ein Buch, bei dem man sich wünschen würde, es müsste nicht existieren. Und das macht es so wichtig.

Thomas Billstein hat so gut er konnte recherchiert, er erzählt Geschichten zu den Menschen, es gibt Interviews, Fotos. Man spürt, dass hier nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet wurde. Man spürt, dass jede Seite wehgetan hat und das zwischen dem schwarzen Umschlag unglaublich viele Emotionen stecken.

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