Haruki Murakami schreibt und läuft für sein Leben gern.

Der japanische Autor hat zahlreiche Bücher und Erzählungen geschrieben und hat zahlreiche Marathonläufe bestritten. Doch seit dem neuen Buch Murakami T – Gesammelte T-Shirts hat der mehrfache Preisträger eine weitere Schwäche offengelegt: Das Sammeln von T-Shirts. Wie der Autor in dem kleinen, kurzen Erzählband, welcher auch ein Interview beinhaltet, berichtet, sammelt er nicht nur das populäre Kleidungsstück, sondern er besitzt auch tausende von Schallplatten (Vorliebe Jazz) und kurzen Bleistiftspitzen, die man nicht mehr spitzen kann. Doch in seinem Buch erzählen T-Shirts Geschichten und Anekdoten aus dem Leben des Japaners. Unterteilt ist das Buch in mehr oder weniger klare Kategorien wie Tiere, Autos, Whiskey, Musik und weitere. Bei den Beispielen aus der Sammlung steht nicht die Ästhetik im Vordergrund, sondern die Erzählung oder Gedanken dazu. So erfahren wir von der persönlichen Abneigung gegenüber Tiermotiven oder wir lesen eine Geschichte, in der Bruce Springsteen eine Rolle spielt.

Murakami T ist ein unterhaltsames und schnell zu verdauendes Buch, das mit wenig Text auskommt. Zugegeben ist die Thematik sehr speziell und für welches Publikum in der Kultur dieses Buch gedacht sein soll, wird mir auch nicht unbedingt klar. Viel mehr verstehe ich das Buch als lustige Idee, einen Blick auf einen Menschen zu bekommen mit Hilfe einer gezeigten T-Shirt Auswahl. Und das ist geglückt.

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