Zwei Jahre sind vergangen. Es ist höchste Zeit für ein neues Album von Tides From Nebula. Nach ihrem Debüt „Aura“ und dem 2011 erschienenen „Earthshine“ folgt nun das neuste Werk „Eternal Movement“. Damit dieses den Vorgängern in nichts nachsteht, ließ man sich lange Zeit. Sechs Monate verbachte die Band in ihrem eigenen Studio. Das Ergebnis ist laut eigener Aussage „voller Energie, Hoffnung und Licht“.

Die angesprochene Energie ist ab dem ersten Tack des Openers „Laughter Of Gods“ zu spüren. Diese wird dem Hörer allerdings nicht mit großen Soundwänden ins Gesicht gedrückt, denn es geht allgemein ruhiger zur Sache. Langeweile kommt dadurch aber keine auf. Ohne viel Federlesen startet der erste Track mit einem gelungenen Intro. Die Gitarrensounds erzeugen im Zusammenspiel mit dem Piano eine beruhigende, aber dennoch sehr atmosphärische Stimmung. Die ruhigeren Abschnitte ziehen sich über lange Strecken durch das Album. Der Spannungsaufbau ist sehr langsam und nur gelegentlich werden lautere Gitarrensounds angestimmt. Wer also eher auf Post-Rock Bands wie And So I Watch You From Afar steht, ist hier an der falschen Adresse.

Am Sound der Songs gibt es auf der produktionstechnischen Ebene überhaupt nichts auszusetzen. Alle Instrumente sind gut zu erkennen, keines sticht durch übermäßige Lautstärke heraus. Christer Andre Cederberg, der schon für das letzte Werk von Anathema verantwortlich war, kann man an dieser Stelle nur ein Lob aussprechen.

Betrachtet man alle acht Songs in ihrer ganzen Länge, wird deutlich, dass das Piano im Vordergrund steht. Kein Song kommt ohne die sehr eingängigen Melodien aus. Bestes Beispiel dafür ist „Hollow Lights“, der meiner Meinung nach stärkste Song des Albums. Allerdings fallen die anderen Songs nur minimal von der Qualität her ab. Abgeschlossen wird das Album mit „Up From Eden“, dem längsten Song der Platte. Auch hier zeigen Tides From Nebula noch einmal ihr ganzes Können und liefern so den perfekten Abschluss.

Insgesamt ist die Platte der vier Herren aus Polen sehr gut gelungen. An der einen oder anderen Stelle hätte vielleicht ein kleines Bisschen mehr Druck von den Gitarren gut getan, aber es überwiegen doch die atmosphärischen Pianosounds. Ich werde mich im November auf jeden Fall davon überzeugen, ob die neuen Songs auch live zünden, wenn Tides From Nebula als Support von The Ocean unterwegs sind.

01 Laughter Of Gods
02 Only With Presence
03 Satori
04 Emptiness Of Yours and Mine
05 Hollow Lights
06 Now Run
07 Let It Out, Let It Flow, Let It Fly
08 Up From Eden

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