Home, sweet Home. Nach Jahren unermüdlichen Tourens entrollen The Elijah die staubige Fußmatte vor einem alten Herrenhaus und nehmen dort ein Album auf, das dessen viktorianische Erhabenheit in vollem Umfang auf Vinyl gebannt hat.

I Loved I Hated I Destroyed I Created. Der Titel, den die fünf Postrocker aus New Shropshire für ihr Debut wählten, liest sich in seinem Pathos wie ein Sinnspruch, der sich über die Eingangstür alter Villen findet. Mit kehligen Shouts stößt Dan Tomley schwungvoll die Flügeltüren auf, orchestrale Arrangements, in denen sich kein Instrument dauerhaft in den Vordergrund drängt, schlagen dem Hörer entgegen. Die Gitarren nehmen sich deutlich zurück, fügen sich nahtlos ein in dichte, dramatische Klangwände, die die verlassenen Räume bis unter die Stuckdecken auszukleiden scheinen, bis sie in sich zusammenbrechen, um Raum für Mike Mc Goughs Stimme zu schaffen.

Der Kontrast seines geschliffen wirkenden Gesangs zu Tomleys eindringlich intonierten Gesangsparts steht im Vordergrund der zehn Songs, die sich in ihrer Dramatik stark ähneln und sich voll und ganz auf die raumgreifende Vertonung der archaischen Atmosphäre des Herrenhauses konzentrieren. Aufbau und Einsturz der von Streichern und Klavierakzenten getragenen Soundflächen sowie das dominante, klare Drumming unterstreichen diesen Wechsel von brachialer Wucht zu atmosphärischen Refrains.

Überraschungen wird man auf I loved I hated I destroyed I created vergeblich suchen. Dafür hauen The Elijah auf den Putz, bis er bröckelt und vertonen den Verfall in seiner schöpferischsten Form: „ I feel like i’ve been left here to rot.“

01. In Misery
02. I Loved
03. In Fear
04. I Hated
05. In Regret
06. .
07. I Destroyed
08. ..
09. In Death
10. I Created