Die Schwerkraft wird ausgehebelt. Eine Band. Ein Drahtseilakt von internationalem Format. Zudem konnte man Ikey Owens (Ex The Mars Volta) nicht nur als Gastmusiker sondern auch als Produzenten gewinnen.

Die Nähe zu Owens ehemaliger Hauptband ist dabei unverkennbar. Schliesse die Augen, Schritt für Schritt über dem Abgrund.

David Furrer, David Njawadi und Alex Kerbl gehen dabei sehr versiert und tonsicher zur Sache. Der Opener A Man on a Wire ist eine Hommage an den Franzosen Philippe Petit, der 1974 auf einem Drahtseil in 417 m Höhe zwischen den World Trade Centern balancierte. Ein Rocksong in 3 Akten ohne Netz und doppelten Boden. Songs wie Meltdown oder Elaptophon bewegen sich auf spielerischem hohem Terrain, zwischen furiosen Rockausbrüchen und harmonischen Refrains.

Eine der Höhepunkte des Albums ist das 7 minütige The Cigarette’s Arsonphobia, mit einem furiosen Drumintro, mehrstimmigen Gesang und halsbrecherischen Wechseln. Melaforint im Duett mit Clara Luzia gesungen ist ein Kleinod an Schönklang. Die Spielfreude und musikalische Können lässt keine Wünsche offen, allerdings würde man sich beim nächsten Mal ein wenig mehr Distanz zu oben genannten Vorbildern wünschen.

Epicurious Daydream Part I als Intro für das finale Epicurious Daydream Part II zeigen aber schon in eine eigenständigere Richtung. Ein Debut das für die Zukunft dieser Ausnahmemusiker Grosses hoffen läßt.