Das zentrale Bild, dass sie malen ist, dass Zirkustiere im Jahr 1878 ein Zugunglück in Montana überleben und von diesem Ausgangspunkt entfalten und füllen sich die Geschichten nach und nach und die Musik untermalt die Bilder dazu.

Mewithoutyou sind zurück mit ihrem fünften Album „Ten stories“, auf dem eigentlich elf Geschichten erzählt werden, was aber vollkommen nebensächlich ist. Im Zentrum dieses Albums dienen Tiere, wie Elefanten und Hasen, Walrösser und Tiger als Protagonisten, um die elf Geschichten von Gefangenschaft und Freiheit, der Frage nach dem Sinn und der fehlenden Antwort darauf zu erzählen. Es wird gekreischt, gefleht, gesungen und hinterfragt. Man darf nicht vergessen, dass Mewithoutyou ihre Musik zwar durch ihren Glauben prägen, diesen aber nicht offensichtlich zur Schau tragen und schon gar nicht missionieren wollen. Jedem ist selbst überlassen, wie er dieses Album hören und verstehen möchte, oder inwieweit man sich inspirieren lassen möchte, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten, es bleibt nämlich genug Platz für eigene Gedanken und Vorstellungen. Sie geben Denkanstöße und werfen Fragen auf, ohne sich, oder ihre eigenen Ansichten der Dinge, aufzudrängen.

Das zentrale Bild, dass sie malen ist, dass Zirkustiere im Jahr 1878 ein Zugunglück in Montana überleben und von diesem Ausgangspunkt entfalten und füllen sich die Geschichten nach und nach und die Musik untermalt die Bilder dazu.

Schon der erste Song „February 1878“ beginnt wortgewaltig, mit kreischendem Sprechgesang, der durch die musikalische Untermalung gekonnt in Szene gesetzt wird. Es wird anfangs eine drückende, angespannte Stimmung aufgebaut, die sich im Laufe des Songs wieder lockert und entspannt. Mein Favorit unter den elf Geschichten ist allerdings „Easter Enders Wives“ mit einer Melodie, die so eingängig ist, dass man einfach nicht mehr davon loskommt. Gezupfte Gitarrenriffs leiten den Song ein, dann setzen Rhytmus und Gesang ein und machen das Ganze zu einer vollkommen runden Sache.

Mewithoutyou verstehen es, zum nachdenken anzuregen, Geschichten zu erzählen und Fragen aufzuwerfen, auf die es keine Antworten zu finden gibt. Die Musik kann einem viel abverlangen, aber man kann sich auch genauso viel von ihnen nehmen und das macht Mewithoutyou nicht nur zu einer großartigen Band, sondern zu einer Erfahrung, die man unbedingt machen und nicht mehr missen möchte.

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