Ein Rauschen wie aus einer Kanalisation. Licht reflektiert sich höchstens im herablaufenden Wasser der verdreckten Wände. Gitarrenklänge die sich im nichts verlieren. 

„46“ was soll das bedeuten? 46 mal Folter, 46 mal Wiederholung als Hölle. Kryptisch beginnt das Album. Aus dem Hintergrund schreit jemand geisterhaft in Mono als wenn es um sein Leben oder überhaupt um das Leben und seine Schrecken geht. Dann kippt der Sound in Stereo und „Anamnesis of Critical“ (was für ein Titel) gibt einem eine nihilistische Ohrfeige die durch den misanthropischen Gesang auf die Spitze getrieben wird. Feindselig! Die Geschichte des Leidenswegs als Erlösung.

HEAVEN IN HER ARMS erinnern oft an ENVY, lösen sich mit diesem Album aus ihrem Schatten. „Morbidity of White Pomegranate“ ist der horrrorgewordene Drone-Doom mit psychotischem Geschrei und beängstigendem Flüstern. Aushalten !!? Denn die Reise durch die Dunkelheit beginnt erst ……..! „Echoic Cold Wrist“ ist der aus der Stille geborene Albtraum mit minimalistischen Takt, gespentischen Sounds und einer vordergründigen Melodie. Morbide!!! Hier gibt es kein Licht mehr! Man fühlt sich wie in einem dunklen Raum in dem sich keine Türe finden lässt. „Halcyon“ wirkt danach wie eine Befreiung von angestauter Finsternis. „Veritas“ entlässt uns dann in düsterem Schönklang mit Hoffnung auf was ……..? ………vielleicht die Hölle der Wahrheit oder Leiden mit Glauben auf Heilung. HEAVEN IN HER ARMS  haben keine neuen Antworten aber sie lassen es uns wenigstens spüren.  PARASELENE berührt wenn auch auf sehr unbequeme und unangenehme Weise.

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