Die Entwicklung seit dem ersten Album Cadet Carter aus dem Jahr 2018 war rasant, teilweise traurig, aber durchaus menschlich. All das hat Sänger Nick Sauter in den 12 neuen Songs auf Perceptions verarbeitet.

Vö: 08.05.2020Uncle MLP kaufen

Die Zeit vor dem zweiten Album, als der eigene Anspruch den Druck ins Unermessliche steigen ließ, und Scheitern definitiv eine mögliche Alternative gewesen wäre. 2018 fing eine wirklich bemerkenswerte Band an, mit ihrem namenlosen ersten Album am Musikmarkt zu punkten. Es gab Touren als Support von Touché Amoré und Dave Hause, man war in der Szene in aller Munde. Doch der Druck wuchs und Nick hielt ihm nicht stand. Es folgte eine musiklose Auszeit über mehrere Monate. Er brauchte die Zeit, um zu sich zu finden. Ganz allmählich fand er über das Songwriting wieder zur Musik. Dabei entstand auch der Song A Bad Few Weeks, ein Spiegelbild der beschriebenen Entwicklung.

Cadet Carter wirken auch auf ihrem aktuellen Album etwas nachdenklicher.

Ich kann hier definitiv eine Entwicklung erkennen, komplexe Themen und trotzdem mitreißende Sounds. Wahrscheinlich ist es die Mischung aus ernsten Inhalten und der musikalischen Hochwertigkeit, die Cadet Carter in einem ganz anderen Licht erstrahlen lassen. Eigentlich würde ich jetzt schreiben: „bin gespannt, wie sich die 4 Jungs aus München auf den Festivalbühnen verkaufen“. Dieses Thema müssen wir leider nach hinten schieben und diese Erkenntnisse später sammeln. Nichts desto trotz bin ich davon überzeugt, dass Perceptions eine breite Masse ansprechen wird. Das Album kommt ohne Schnickschnack aus und genau das macht es für mich besonders.

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