Es ist Mitte der Woche. Von Passau und Erfurt machen sich Musiker auf den langen Weg nach Solingen. Es sind Wassermanns Fiebertraum und A Whisper in the Noise. Die einen sind Debutanten, die anderen Routiniers. Respekt gebührt beiden Künstlern.

21:15 Uhr: Wassermanns Fiebertraum beginnen. Ihr energiegeladener Postrock und die schön synchronisierten Visuals ergeben eine gelungene Symbiose. Dafür das die Band erst seit kurzem existiert weisen sie schon eine eigene Handschrift auf. Der hohe Erkennungswert der Melodien findet dann auch seinen Höhepunkt in „Jetzt oder nie“. Einem kleinen Hit. Eine vielversprechende Band, von der man mit laufender Erfahrung noch hören wird.

Etwas verspätet um 22:40 Uhr betritt Wes Thordson und Sonja Larson die Bühne, besser bekannt als A Whisper in the Noise. Hier sind Vollblutmusiker mit jahrzehnte langer Erfahrung am Werk. Wes Thordson ist der Zeremonienmeister! Hinter seiner Technikfestung aus Keyboards, Sequenzern, Glockenspiel und Drumcomputer zaubert er Klangteppiche von einer unglaublichen Dichte. Sonja Larson begleitet ihn an der Violine und beim Gesang. Das Augenmerk liegt auf dem neuen Album „To forget“. Dessen Musik in einem Farbton gehalten wird. Der Sound ist unglaublich gross. Am besten sind die Momente wenn Wes Thordson den Drumcomputer, das Piano und den Gesang gleichzeitig bedient und so zwischen Hip Hop Beat, Klassikpartituren, Avantgarde und Pop performt. Dabei harmonieren beide Musiker auf aller höchstem Niveau. Das Publikum lauscht gebannt und wirkt wie hypnotisiert. Nach einem einstündigen, überlebensgrossen Gig wechselt Wes Thordson an die Gitarre um seinen kleinen Semi-Hit „As we were“ zum besten zu geben. Danach wollen sie gehen und werden vom Publikum noch einmal zurückgeholt um ihren letzten magischen Song zu spielen. Hier nach sollte nichts mehr wie vorher sein, in Solingen.

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