Ihr Vierteljahrhundert on the Road hat diese Combo schon vor drei Jahren zelebriert und weiterhin brettert dieses Vehikel wie eine gut geölte Maschinerie über knochentrockenen, flimmernden Asphalt einer Straße die sich schnurstracks durch die Wüste zieht. Anfangs mit einem fast jährlichen Album-Output, wobei alle fünf als Blaupausen des Fu-Sounds gelten und drei davon gar als Streitobjekte für „DIE BESTE FU!“ unter DieHard Fans gehandelt werden.


Ihr Basis-Sound von tiefergelegten Fuzzgitarren, die in einem Groove mit fettwarmen Bass und stoischem Schlagzeug um die Wette tanzen, veranlasste Mitte der Neunziger findige Marketing-Menschen dazu, diese markante Formel Stoner-Rock zu taufen. Mit dem Ergebnis das die Urheber dieses Sounds mit diesem Begriff bis heute nicht wirklich etwas anzufangen wissen.

Nachdem die erste Wüstendüne abgeebbt war, wurde es um die Jahrtausendwende nach dem Album „California Crossing“ etwas ruhiger um die Jungs. Stilistisch wohl auch das Seichteste, zogen sie danach im 3 Jahres Takt die Zahnräder wieder nach und nach an, um spätestens mit Gigantoid (2014) vollends ihre Muskeln spielen zu lassen. Dieses beinhaltete auch „The Last Question“ – seit langem wieder ein Track der die 5 Minuten-Grenze knackte, ganz im Geiste eines Saturn III oder Neptunes Convoy.

Das war anscheinend nur eine Vorstufe zu dem, was unsere California-Fuzzer diesmal als Abschluss ihres 11. Albums darbieten: „Il Mostro Atomico“ – eine 18-minütige Reise, welche die gesamte B-Seite der Vinyl-Scheibe für sich beansprucht. Eine Wunsch-Zusammenarbeit mit dem Rush-Gitarristen Alex Lifeson.

Sollte dieser Brocken selbst von unerschrockenen Anhängern eher skeptisch belauscht werden, so lässt die A-Seite wiedermal keine Wünsche offen. Sich auf ihre Stärken berufend sind diese von altgeliebter Länge, Sound und Groove. Es scheint nur etwas mehr in Prä-Fu Zeiten geschwelgt worden zu sein, denn die Hardcore-Kante auf die sich die Truppe um Scott Hill seit jeher beruft, scheint unter dem dicken Fuzzteppich wieder etwas kantiger durch.

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Um ihrem neuesten Machwerk auch ausreichend Gehör zu verschaffen, begeben sich die unermüdlichen Recken auf eine ausgedehnte Tour. Da wär es ja mal spannend in Erfahrung zu bringen, ob sie ihr Monster in Überlänge auch auf die Bühne hieven.

Fu Manchu Termine in Deutschland und Österreich:
05.03.2018 – Berlin, @ Festsaal Kreuzberg
15.03.2018 – Wien, @ Arena
20.03.2018 – München, @ Hansa 39
21.03.2018 – Wiesbaden, @ Schlachthof
23.03.2018 – Hamburg, @ Markhalle
24.03.2018 – Köln, @ Bürgerhaus Stollwerck

„Clone of the Universe“ LP bestellen

Tracklist:
01. Intelligent Worship
02. (I’ve Been) Hexed
03. Don’t Panic
04. Slower Than Light
05. Nowhere Left To Hide
06. Clone Of The Universe
07. Il Mostro Atomico

Fu Manchu

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