Nach 2 Jahren Pandemie und dem zwischenzeitlichen, schmerzlichen Verlust ihres Managers Nic John kehrten Mastodon im Juni mit ihrem neuesten Machwerk Hushed And Grim in Höchstform zurück auf die Konzertbühnen.

Der Vierer aus Atlanta gehört mittlerweile ja schon seit vielen Jahren zur absoluten Speerspitze der zeitgenössischen Metal-Musik und ist insbesondere auf den Studioalben schwer zu toppen. Live hingegen war das durchaus nicht immer so eindeutig, vor allem was den Gesang und Spielfreude anbelangt. Doch schon mit dem Opener Pain With An Anchor waren an diesem Abend im Dortmunder FZW jegliche Befürchtungen vergessen, dass die heutige Show vielleicht doch nicht so gut werden könnte. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass ich Mastodon live nie besser erlebt habe. Allenfalls der verrückte Online-Auftritt beim 2020er Adult Swim Festival gefiel mir vielleicht noch ein bisschen besser.

Die Setlist des heutigen Abends legte natürlich verstärkt Focus auf den aktuellen Longplayer Hushed And Grim, von dem neben dem Opener noch Teardrinker, The Crux, Skeleton Of Splendor, More Than I Could Chew, Pushing The Tides, Gobblers Of Dregs und Gigantium in spielerischer und gesangstechnischer Präzision präsentiert wurden.

Dazwischen gab es Crystal Skull und ein furioses Bladecatcher vom Album Blood Mountain, sowie The Czar von Crack The Skye und Black Tongue von The Hunter. Von Leviathan gaben Troy Sanders & Co. Megalodon und ein umjubeltes Blood And Thunder zum Besten, letzteres bildete den Abschluss des Abends.

Der absoluten Höhepunkt war für mich jedoch das rasiermesserscharf gespielte Mother Puncher von Remission, bei dem selbst Bill Kelliher ins Mic grölte. Überhaupt zeigt sich bei Mastodon-Shows immer, wie gut live sämtliche Songs aus ihrer Diskografie auf einer Qualitätsstufe nebeneinander stehen können.
Alles in Allem eine grandiose Liveshow der gegenwärtig besten Metalband. Keiner spielt nach Mastodon!

Titelbild: Mastodon | (c) Jens Broxtermann

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